Tag der Heimat

Ministerpräsident Bouffier gedenkt Geflüchteten, Vertriebenen und Deportierten

Anlässlich des 7. Hessischen Gedenktages für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation und des bundesweiten Tags der Heimat am 20. September, mahnten Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und die Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf: „Wir müssen Erinnerungen bewahren, wachsam bleiben und unsere Demokratie - gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen - weiterhin standhaft verteidigen.“

Es sei „elementar“, die Erinnerungen an Flucht, Vertreibung und Deportation lebendig zu halten. „Viele Vertriebene haben von heute auf morgen auf gewaltsame Art und Weise ihre Wurzeln verloren und mussten sich in einem neuen Land zurechtfinden. Trotz dieser drastischen Einschnitte in ihr Leben, haben sie sich integriert und hier ein Zuhause gefunden. Diese Geschichte, die mit unserer eng verbunden ist, gilt es, für die heutigen und kommenden Generationen gewahr zu halten“, betonten Bouffier und Ziegler-Raschdorf am Sonntag.

Für die Hessische Landesregierung habe das Thema „Flucht und Vertreibung“ eine enorme Bedeutung. In regelmäßigen Gesprächen tausche man sich mit dem Bund der Vertriebenen dazu aus, wie man junge Menschen mit diesem Thema konfrontieren könne.

Er begrüßte es, den diesjährigen „Tag der Heimat“ unter das Motto „70 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ zu stellen. 1950 wurde die Charta von den deutschen Vertriebenen verfasst und verkündet. Darin ist ein klares und sichtbares Zeichen gegen Gewalt, Vertreibung und Deportation enthalten. Das Recht auf die Heimat ist darin ebenfalls verankert. „Die Charta von damals gilt auch heute, sie ist zeitlos. Gewalt hat in unserer Gesellschaft keinen Platz und dafür stehen wir“, betonte Bouffier und würdigte auch die Leistung der Spätaussiedler und Vertriebenen für die Geschichte des Landes Hessen. Nach Auffassung des Ministerpräsidenten haben sie einen maßgeblichen Beitrag zum Wiederaufbau des Landes Hessen nach dem Zweiten Weltkrieg geleistet. „Die Menschen, die während und nach dem Zweiten Weltkrieg nach Hessen gekommen sind, haben trotz der bitteren Erfahrung von Flucht und Vertreibung mitangepackt und mit harter Arbeit zum Wirtschaftswunder des Landes beigetragen. Ihre Geschichte ist aufs Engste mit der hessischen Geschichte verwoben.“
 

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