Bilanz

Ministerium für Wissenschaft und Kunst

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Petrischalen
© unsplash.com / CDC

Hessische Hochschulstrategie

Die Hochschulen sind das Herz der Wissensgesellschaft. Die Landesregierung gibt ihnen mit der Hessischen Hochschulstrategie einen verlässlichen Rahmen, damit sie mutige Profile entwickeln und Chancengerechtigkeit schaffen können. Kernstück der Strategie ist der Hessische Hochschulpakt 2021 – 2025 mit einem Rekordvolumen von 11,2 Milliarden Euro und einem jährlich steigenden Grundsockel. Zugleich hat das Land klare Ziele mit den Hochschulen vereinbart: bessere Lehre, mehr Chancengleichheit, mehr Lehrende pro Studierende, faire Beschäftigungsverhältnisse und mehr Nachhaltigkeit. Das Hochschulbauprogramm HEUREKA mit einem Volumen von 1,7 Milliarden Euro gibt Planungssicherheit bis 2031 und der Digitalpakt unterstützt die digitale Transformation mit 112 Millionen Euro bis 2024.

Spitzenforschung mit LOEWE

Die Landesregierung hat Hessens bundesweit einzigartiges Programm zur Förderung von Spitzenforschung, LOEWE, in einem intensiven Beteiligungsprozess weiterentwickelt. Mit den neuen LOEWE-Professuren können die Hochschulen um international gefragte Forschende werben: Pro Professur stehen über fünf Jahre zwischen einer und drei Millionen Euro zur Verfügung – für Personal und Projektkosten. LOEWE-Exploration fördert gezielt Projekte mit 200.000 bis 300.000 Euro, die unkonventionelle Hypothesen und mutige neue Ansätze testen. Mit 40 Millionen Euro unterstützt das Land zudem die Vorbereitung der Hochschulen auf die nächste Runde der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder.

Vielfältige Kultur

Um Hessens bunte Kultur zu unterstützen, stellt das Land außerhalb der Corona-Programme jährlich rund zehn Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, um insbesondere die Soziokultur, die Freien Theater, die Musikschulen und die Filmförderung zu unterstützen. Als bundesweiter Vorreiter hat Hessen die Gagen-Untergrenzen an den Theatern des Landes erhöht, um die finanzielle Situation der Künstlerinnen und Künstler zu verbessern, und die Förderung von Kultureinrichtungen für Frauen erweitert und verstetigt: Das Archiv Frau und Musik, das Archiv der Deutschen Frauenbewegung und die Kinothek Asta Nielsen erhalten deutlich mehr Mittel oder werden erstmals überhaupt vom Land gefördert. Aufgrund der deutschen Geschichte sieht sich das Land in besonderer Verantwortung, Raubkunst aufzuarbeiten, die Verfolgten des NS-Regimes entzogen oder im kolonialen Kontext unrechtmäßig erworben wurde, und hat daher die Zentrale Stelle für Provenienzforschung deutlich gestärkt.

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