Bilanz

Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Schafe auf einer Wiese
© Hessen Agentur / Paavo Blåfield

Starkes Land - gutes Leben

Die ländlichen Räume in Hessen befinden sich im Wandel – und die Landesregierung gestaltet diesen Aufbruch gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften. Die Hälfte der hessischen Bevölkerung lebt auf dem Land – und das gerne. Mit dem Aktionsplan für die ländlichen Räume sorgt die Landesregierung mit vielen Maßnahmen für gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, schnelle Internetverbindungen, flächendeckende medizinische Versorgung, Geschäfte des täglichen Bedarfs sowie lebendige Ortskerne. Im Jahr 2020 wurden in neun Handlungsfeldern rund 1,2 Milliarden Euro Landesmittel in die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse investiert. Der Aktionsplan ist zugleich eine Einladung an die Bürgerinnen und Bürger vor Ort, ihre Heimat mit zu gestalten und die Fülle von Förderungen zu nutzen, um ihre Vorstellungen von der Zukunft der ländlichen Räume wahr werden zu lassen. In drei regionalen Veranstaltungen wurde der Aktionsplan 300 Vertreterinnen und Vertretern aus Vereinen und Initiativen, Kommunen und Wirtschaft vorgestellt und befindet sich seitdem in der Umsetzung.

Der Wald von morgen

Auch der Wald steht durch die Auswirkungen der Klimakrise vor einem nie dagewesenen Wandel. Die Hessische Landesregierung stellt sich dieser Herausforderung und hat bereits 2019 einen 12-Punkte-Plan aufgelegt. Das Ziel ist ein klimastabiler Wald von Morgen. Alle 12 Punkte sind in der Umsetzung: Für den Staatswald wurde ein fundiertes Wiederbewaldungskonzept erarbeitet, an dem sich die Arbeit der Försterinnen und Förster nun orientiert. Ergänzend entstanden Klimarisikokarten, die helfen, die richtige Baumart für den entsprechenden Standort zu wählen. Private und kommunale Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer werden bei der Bewältigung der Folgen aus den Stürmen und Dürren unterstützt und auch für den Staatswald steht mehr Geld zur Verfügung. Zusätzlich wurde ein Klimaschutzforstamt in Burgwald ausgewiesen, das mit innovativen Methoden der Waldbewirtschaftung wichtige Erkenntnisse für Wissenschaft und Praxis liefern wird.

Erhalt der Artenvielfalt

Neben dem Klimaschutz nimmt der Erhalt der Artenvielfalt im Wald eine zentrale Bedeutung für die Landesregierung ein. Bereits 2018 hat Hessen sein Ziel erreicht, zehn Prozent des Staatswaldes als Naturwälder zu belassen. Dort findet keine Forstwirtschaft mehr statt und die Natur kann sich dauerhaft frei entfalten. Um die biologische Vielfalt weiter zu stärken, werden jetzt 34 dieser Naturwälder als Naturschutzgebiete ausgewiesen und damit gesetzlich geschützt. Ebenfalls wurde der Nationalpark Kellerwald-Edersee erweitert und umfasst nun 7.688 Hektar. Dort entsteht die Wildnis von morgen. An den Hängen des Edersees wachsen beeindruckende, teilweise uralte Buchen. Von der Erweiterung des Nationalparks profitieren auch seltene Arten wie die Prachtnelke. Auch der stark gefährdete Veilchenblaue Wurzelhalsschnellkäfer findet hier noch ein Zuhause.

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