Bilanz

Bereich der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung

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Arbeit am Glaserfaserausbau
© Staatskanzlei

Bündelungs- und Koordinierungsfunktion

Der Digitalbereich der Hessischen Landesregierung ist zweieinhalb Jahre nach seiner Gründung weiterhin bundesweit einmalig. Mit einem Budget in Höhe von 1,2 Milliarden Euro für die Legislaturperiode steuert die Landesregierung die Digitalisierung in Hessen und treibt sie ressortübergreifend in allen Bereichen voran. Dafür stehen auch die Fortschreibungen der Strategie Digitales Hessen, die im Mai 2021 veröffentlicht wurde, und der Digitalen Verwaltung Hessen 4.0. So gestaltet die Landesregierung aktiv den digitalen Wandel zum Wohle der Bürgerinnen, Bürger, Unternehmen und Beschäftigten.

Ausbau der digitalen Infrastruktur

Hessen gehört im Mobilfunkbereich mit einer 4G/LTE-Abdeckung von 99,8 Prozent der Haushalte zu den am besten versorgten Flächenländern Deutschlands. Zusammen mit den Telekommunikationsunternehmen arbeitet die Landesregierung im Mobilfunkpakt mit Hochdruck am Kapazitätsausbau. Als zweites Bundesland hat Hessen im November 2020 dafür ein eigenes Programm gestartet und fördert mit 50 Millionen Euro den Bau von bis zu 300 zusätzlichen Mobilfunkstandorten. Zudem hat Hessen als erstes Bundesland seine Bauordnung angepasst. Auch mit dem Breitbandausbau geht es in Hessen kontinuierlich voran. Mit insgesamt 270 Millionen Euro investiert die Landesregierung so viel Geld wie nie zuvor. Knapp 97 Prozent der hessischen Haushalte verfügen inzwischen über eine Versorgung mit 50 Mbit/s, damit liegt Hessen im bundesweiten Vergleich unter den Flächenländern auf dem zweiten Platz, bei der Versorgung der Gewerbegebiete mit 50 Mbit/s sogar auf dem ersten.

Erfolgreicher Start des Förderprogramms Distr@l

Das im Dezember 2019 gestartete Programm „Distr@l“ ist mit einem Volumen von rund 40 Millionen Euro das größte im Bereich der Digitalisierung in der Geschichte Hessens. Das Programm unterstützt sowohl kleine und mittlere Unternehmen in ihrer digitalen Transformation als auch junge Unternehmen beim Aufbau neuer digitaler Innovationen. Seit seinem Start wurden bereits 43 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von rund 11,5 Mio. Euro bewilligt.

Programm „Ehrenamt digitalisiert“ sowie Kampagne „Digitale Kompetenzen“

Allein 2020 wurden mit dem Programm „Ehrenamt digitalisiert“ mehr als 100 gemeinnützige Institutionen gefördert, mit der sie Digitalisierungsvorhaben umsetzen können. 2021 werden weit mehr als 150 Institutionen unterstützt. Zudem hat das Land im Oktober 2020 die Kampagne »Digitale Kompetenzen stärken« gestartet. Ihr Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger zu ermutigen, sich diese Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts über passende Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung anzueignen.

Zentrale Antragsplattform für Land und Kommunen

Das zentrale Element einer erfolgreichen und effizienten Verwaltungsdigitalisierung ist die Antragsmanagementplattform civento, die den Kommunen ab 2020 kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde und über die Anträge mit einem durchgängigen elektronischen Prozess bearbeitet werden. Basierend auf der Plattform wurde beispielsweise der Online-Antrag auf Arbeitslosengeld II vom kommunalen IT-Dienstleister ekom21 entwickelt und bereitgestellt.

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