Zukunftsziel: Die CO2-neutrale Landesverwaltung | Informationsportal Hessen
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Zukunftsziel: Die CO2-neutrale Landesverwaltung

Kohlendioxid-Ausstoß verringern

Bis zum Jahr 2030 soll die gesamte Landesverwaltung CO2-neutral arbeiten. Deshalb hat die Landesregierung die „CO2-neutrale Landesverwaltung“ gestartet. Sie gehört zur Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Ziel ist es, den Kohlendioxidausstoß der Hessischen Landesverwaltung weitgehend zu reduzieren und den verbleibenden Energieverbrauch möglichst durch erneuerbare Energieträger zu decken. Die verbleibenden restlichen Emissionen sollen schließlich durch Kompensationsmaßnahmen klimaneutral gestellt werden.

Seit dem Jahr 2008 konnten die CO2-Emissionen der Landesverwaltung um rund die Hälfte gesenkt werden. Bis Ende 2018 investiert das Land 160 Millionen Euro in die energetische Sanierung seiner Bestandsbauten. Landesweit wurden seit dem Jahr 2012 rund 60 Liegenschaften des Landes energetisch saniert, weitere Bauprojekte befinden sich noch in Ausführung.

Energieeffizientes Bauen & Sanieren

Mit dem Energieeffizienzplan (Neubau und Bestandsbau) wurde 2014 die Richtlinie „Energieeffizientes Bauen und Sanieren des Landes Hessen“ in Kraft gesetzt. Mit ihr werden die hohen energetischen Anforderungen für den Neubau und die energetische Sanierung von Landesgebäuden im Sinne einer CO2- neutralen Landesverwaltung erfüllt.

Im Bereich Nutzung und Betrieb des Energieeffizienzplans wurde 2015 ein Fortbildungsprogramm für Energiebeauftragte und Haushandwerker der Landesverwaltung gestartet. Mehr als 500 Personen wurden zu einer energiesparenden Betriebsführung und -überwachung geschult.

Logo mit Wolken CO2-neutrale Landesverwaltung
Seit 2008 hat die Landesverwaltung ihre CO2-Emissionen um rund die Hälfte gesenkt.

Sonderprogramm Bauunterhaltung (SoBU)

Unter der Bauunterhaltung sind alle Aufgaben zur Instandhaltung, Reparatur und (technischer) Wartung der (öffentlichen) Gebäude zusammengefasst. Bisher aufgeschobene Maßnahmen an Dienstgebäuden sollen in den Jahren 2018 bis 2020 durch zusätzliche Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro abgeschlossen werden. Das Gesamtprojekt findet in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) statt.

Ausbau der Fernwärme

Der Anschluss der Landesliegenschaften an Fernwärme wird vom Land prioritär betrieben. Im Juni 2017 wurde das Startsignal zum weiteren Ausbau der umweltschonenden Fernwärme in Frankfurt gegeben. Die Mainova baut eine 1,7 Kilometer lange Fernwärmeleitung zur Frankfurt University of Applied Sciences. Diese ermöglicht künftig die klimaschonende Energieversorgung entlang der Frankfurter Campus-Meile von der Goethe-Universität am Campus Westend über den Alleenring bis zum Nibelungenplatz.

Fernwärme
2017 war der Startschuss für die klimaschonende Energieversorgung in Frankfurt am Main.

Das Land Hessen unterstützt den Bau der Fernwärmeleitung und den Anschluss mit insgesamt rund 930.000 Euro. Mit den Städtischen Werken Kassel werden derzeit Gespräche zur Optimierung der Fernwärmeleitung geführt. Die Schwerpunkte für den weiteren Ausbau in Hessen liegen derzeit noch in Gießen und Wiesbaden.

Bauangelegenheiten des Bundes & der Gaststreitkräfte

Die Bauaufgaben des Bundes und der ausländischen militärischen Stützpunkte in Hessen werden durch den LBIH und die Bauabteilung der Oberfinanzdirektion (OFD) Frankfurt am Main wahrgenommen.

Im Bereich Landesbau wurde die Geschäftsanweisung Bau (GABau) mit den Regelverfahren für den staatlichen Hochbau in Hessen überarbeitet und rechtzeitig zum Start des neu gegründeten Landesbetriebes zum Januar 2016 eingeführt. Durch den Abbau von Schnittstellen und durch veränderte Verfahren konnten die Prozesse beschleunigt werden.

Im Bereich Bundesbau wirkt das Hessische Ministerium der Finanzen an der Fortschreibung der entsprechenden Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes (RBBau) mit. Weitere Aufgaben sind die Kostenplanung und wirtschaftliches Bauen sowie die Digitalisierung des Kostenplanungsinstruments.

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