Wohnen in Hessen

Strukturprojekte

Am alten Polizeipräsidium in Frankfurt entstehen Wohnungen

Das Land Hessen hat das alte Polizeipräsidium in Frankfurt im März 2018 für 212,5 Millionen Euro an den Düsseldorfer Projektentwickler GERCHGROUP verkauft. In den kommenden Jahren werden nun Wohnungen, Büros und ein Hotel gebaut. Außerdem werden eine Kindertagesstätte und eine Schulturnhalle entstehen. 30 Prozent der Wohnungen, die gebaut werden, entfallen auf den sozialen Wohnungsbau. Der Erlös wird zu einem großen Teil für den sozialen Wohnungsbau in und um Frankfurt eingesetzt. Zum Beispiel, um einen Liegenschaftsfonds zu gründen, der Baugrundstücke aufkauft und verbilligt an Bauträger verpachtet. Diese müssen sich verpflichten, mindestens die Hälfte der zu bauenden Wohnungen als sozial geförderte Wohnungen auszuweisen.

Wohnungsbau

Initiativen & Veranstaltungen zur Baukultur

Die Landesinitiative +Baukultur in Hessen leistet seit dem Jahr 2007 einen Beitrag dazu, dass bei Baumaßnahmen neben der Gestaltung unter anderem auch die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit sowie das baukulturelle Erbe stärker ins Blickfeld aller beteiligten Akteure rücken.

In 2015/16 wurde zur Stärkung des Wohnungsbaus der Wettbewerb „ZUSAMMEN GEBAUT“ unter das Motto „Wohnen: bezahlbar, vielfältig, attraktiv“ gestellt. Landesweit konnten aus 37 Bewerbern fünf Projekte ausgezeichnet und zwei Anerkennungen ausgesprochen werden, deren Qualität und Wirtschaftlichkeit als vorbildlich angesehen wurden. Der dritte Tag der Baukultur in Fulda hat sich im April 2018 dem Thema des Bauens außerhalb der Metropolen gewidmet. Auch hier stand die Verbesserung der Lebensqualität im Fokus der Landesinitiative.

Frankfurt

Die Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Hessen, die bereits seit 1954 erfolgt, wurde 2014 und 2017 in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Hessen durchgeführt. 2017 stand der Wettbewerb unter dem Leitthema „Kostengünstiges Bauen – qualitätvolle Lösungen bei Neubau und Sanierung“. Die siebenköpfige Jury wählte aus 88 Wettbewerbsbeiträgen 14 Projekte aus: Sieben erhielten die Auszeichnung als „Vorbildliche Bauten“ und weiteren sieben wurde eine „Besondere Anerkennung“ zuteil. Unter den Preisträgern waren das Historische Museum in Frankfurt und die Immanuelkirche in Kassel.

Für die Auslobung und Realisierung von „Kunst am Bau“ werden bei Neubauprojekten des Landes seit 1949 weiterhin bis zu ein Prozent der Bauwerkskosten vom Land getragen. In den zurückliegenden vier Jahren konnten auf diese Weise mehrere Kunst-Projekte fertiggestellt werden, so die Skulpturen „O“ von Norbert Radermacher für die Hochschule Darmstadt, „Null“ von Bogomir Ecker für das Finanzministerium in Wiesbaden und „Color Fields“ der jungen Künstlerin Inga Danysz für das Johanna-Quandt-Zentrum am Uniklinikum in Frankfurt am Main.

Darüber hinaus finanziert der Sonderbaufonds des Landes Hessen weiterhin die künstlerische Gestaltung und Ausstattung bereits bestehender Liegenschaften des Landes mit bis zu 150.000 Euro jährlich.

  • Durch den Verkauf des alten Polizeipräsidiums in Frankfurt können neue Sozialwohnungen entstehen.
  • Vorbildliche Bauten in Hessen - Preisträger: Historisches Museum in Frankfurt und Immanuelkirche in Kassel
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