Für eine gute Zukunft: Förderung von Gründern | Informationsportal Hessen
Wirtschaft

Für eine gute Zukunft: Förderung von Gründern

Hessen: Ein Gründer- & Unternehmerland

Eine hervorragende Infrastruktur sowie bedarfsgerechte Förderungen und Netzwerke bieten jungen Unternehmen viele Chancen. Im Gründungsmonitor der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 2017 belegt Hessen zum zweiten Mal den dritten Platz im Ländervergleich. Damit ist Hessen das Flächenland mit der höchsten Gründungsquote.

Kleine Unternehmen haben in der Gründungsphase häufig Schwierigkeiten, Kredite von Banken und Sparkassen zu erhalten. Viele Kreditinstitute scheuen den Aufwand, Geschäftsideen und Ausfallrisiken junger Unternehmen zu bewerten. Hier greift das Hessen-Mikrodarlehen, das Gründern die Aufnahme von Kleinkrediten zwischen 3.000 Euro und 25.000 Euro ermöglicht.

Beteiligungen zur Stärkung des Eigenkapitals

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen stellt über ihre Tochtergesellschaft „BM H“ hessischen Unternehmen Beteiligungen zur Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis zur Verfügung. Die von der „BM H“ betreuten Fonds wie die „Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen“, „Hessen Kapital“ oder der neue „Technologiefonds Hessen“ vergeben Finanzhilfen an mittelständische hessische Unternehmen aus nahezu allen Branchen.

Es werden alle Finanzierungsphasen von Unternehmen ab der Gründungs- und Frühphase über die Wachstums- bis hin zur Spätphase sowie Nachfolgeregelungen abgedeckt. Auch gewerblich orientierte Sozialunternehmen und Unternehmen mit einem Fokus auf Umweltschutz können die Mittel nutzen. In den Jahren 2014 bis 2017 wurden zusammen 140 Beteiligungen mit einem Volumen von 64 Millionen Euro zugesagt. die von der „BM H“ betreuten Fonds halten mehr als 230 Beteiligungen an hessischen Unternehmen im Gesamtvolumen von 90 Millionen Euro.

„Innovationskredit Hessen“ unterstützt Neugründer

Der Mitte 2016 neu angelaufene „Innovationskredit Hessen“ unterstützt schnell wachsende und innovative Unternehmen und Gründungen. Der Kreditbetrag beläuft sich auf bis zu 7,5 Millionen Euro und wird über die Hausbanken ausgegeben. das Land, die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (Wibank) und der Europäische Investitionsfonds (eif) übernehmen 70 Prozent des Ausfallrisikos, 30 Prozent tragen die jeweiligen Hausbanken. Eine Besonderheit: Der Innovations-Charakter muss beispielsweise durch überdurchschnittliche Forschungs- und Entwicklungsausgaben, Innovationspreise oder Patentanmeldungen nachgewiesen werden.

Technologiefonds für innovative Unternehmen

Technologieunternehmen primär in der Gründungsphase oder innovative kleine und mittelständische Unternehmen mit hohen Wachstumsperspektiven können durch den „Neuen Technologiefonds Hessen“ (TFH III) mit einem Fondsvolumen von zwölf Millionen Euro finanziert werden. Am „TFH III“ beteiligen sich mit jeweils 25 Prozent die deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ BANK) und die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) als private Investoren. Der „Europäische fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) stabilisiert die regionale Strukturpolitik, trägt zum Abbau von Standortnachteilen und zur Erleichterung des wirtschaftlichen Strukturwandels bei. Für die neue Förderperiode des EFRE ist der Beteiligungsfonds „Hessen Kapital III“ mit einem Fondsvolumen von 34 Millionen Euro eingerichtet worden. Vorrangig sollen Gründungen und insbesondere Ausgründungen aus Hochschulen finanziert werden. Die Hälfte des Fondsvolumens wird aus EFRE-Mitteln bereitgestellt.

Gründerinnen und Gründer im Wettbewerb begleiten

Deutschlands größte Gründerinitiative „Science4Life“ für die Branchen Life Sciences und Chemie bietet Unternehmensgründern eine kostenfreie Beratung bei der Entwicklung von Geschäftsideen bis hin zu professionellen Businessplänen an. Sie wurde 1998 als Non-Profit-Organisation ins Leben gerufen. Initiatoren und Sponsoren sind die Hessische Landesregierung und das Unternehmen Sanofi. Mit einem Spezialpreis „Energie“ regt Hessen darüber hinaus seit 2016 technologische Innovationen für die Energiewende an.
Der vom Land anlässlich der Energie-Agenda 2015 gestiftete „Science4Life Energy cup“  fördert Geschäftsideen auf den Gebieten Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicherung, Digitalisierung, System- und Netztechnik und Elektromobilität.

Innovationskongress
Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf dem Innovationskongress
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