Sport

Sport verbindet & integriert

Der Sport leistet einen wirksamen und dauerhaften Beitrag zur Integration und baut Vorurteile und Ressentiments zwischen Menschen ab. Basierend auf seinen ehrenamtlichen Strukturen und einem herausragenden bürgerschaftlichen Engagement bietet der Sport eine ideale Plattform für ein Miteinander aller Menschen.

Verabschiedung der Olympioniken 2016

„Sportland Hessen bewegt“;

Die Bewegungsförderung im Sinne der Prävention ist eine große Herausforderung. Gerade für diese Zielsetzung kommt dem Sport und der Bewegung allgemein eine große Bedeutung zu. Nur mit einem Netzwerkansatz unter Einbindung aller relevanten Partner wird es gelingen, zielgerichtet und nachhaltig das große Potential des organisierten und nichtorganisierten Sports zu nutzen. Die Bewegungsförderung im öffentlichen Raum, die Förderung der Alltagsbewegung und die Darstellung des gesellschaftlichen Nutzens in diesem Bereich sind nur intersektoriell zu bewältigen. Deshalb bringt die Landesregierung das Landesprogramm „Sportland Hessen bewegt“ mit dem Landessportbund Hessen auf den Weg.

Initiative „Hessen lebt Respekt“

Bei der Initiative „Hessen lebt Respekt“ der Landesregierung hat der Sport eine herausragende Rolle gespielt. Mit der Kampagne wurde während des ganzen vergangenen Jahres für Werte wie Rücksichtnahme, Toleranz und Achtung im Umgang miteinander geworben.

Mit Workshops, Turnieren und Auszeichnungen hat die vom Landessportbund, der Sportjugend und anderen Partnern unterstützte Initiative eine breite Wirkung in Vereinen und bei aktiven Sportlern entwickelt.

Verabschiedung der Olympioniken 2016
Verabschiedung der Olympioniken 2016

Hessen fördert Integration & Gewaltprävention im Sport

Für die Integration und Gewaltprävention im Sport hat die Hessische Landesregierung seit 2014 rund 5,9 Millionen Euro bereitgestellt. Ein Teil davon sind integrative Angebote für Zuwanderer, die durch Sportvereine, -verbände und Sportkreise umgesetzt werden – dank der vom Land mit 120.000 Euro jährlich unterstützten Initiative „Integration von Menschen mit Migrationshintergrund im und durch den Sport“.

In Kooperation mit der Sportjugend Hessen startete 2016 das bundesweit einmalige Programm „Sport und Flüchtlinge“ mit einem Volumen von jährlich 2,4 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte der hessischen Gemeinden – 2017 waren es knapp 245 – nehmen daran teil. In den vergangenen zwei Jahren wurden rund 4,1 Millionen Euro ausgeschüttet.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die sogenannten Sport-Coaches: Sie fungieren als Netzwerker und bündeln die Interessen der Sportvereine, der Flüchtlinge und der Initiativen vor Ort. Dafür werden die Sport-Coaches von der Sportjugend Hessen geschult. Mehr als 360 sind in Hessen aktiv. In diesem und dem kommenden Jahr wird das Programm fortgeführt.

SV Rotenburg

Förderung der Inklusion im Sport

Ein zentrales Anliegen der Hessischen Landesregierung ist es, allen Menschen die uneingeschränkte Teilhabe an Aktivitäten und Sportangeboten zu ermöglichen. Daher fördert sie Maßnahmen des Behindertensports und der Inklusion seit 2014 mit knapp zwei Millionen Euro.

Hessen unterstützt die mit Behindertensport und Inklusion befassten Verbände bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Der Hessische Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS), der Landessportbund Hessen (LSBH), der Hessische Gehörlosen-Sportverband, die Organisation „Special Olympics Hessen“ sowie die Sportjugend erhielten seit 2014 insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro für ihre Verbandsarbeit. Hinzu kommen noch Förderungen für Veranstaltungen und inklusive Sportprojekte.

Verabschiedung der Olympioniken 2016

Gerne unterstützt das Land Großveranstaltungen im Behindertensport. Beispielsweise fanden 2017 die Nationalen Winterspiele von „Special Olympics Deutschland“ in Willingen mit mehr als 2.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Diese und weitere Veranstaltungen wurden mit knapp 220.000 Euro gefördert.

Gewaltprävention im Fußball

Fußball-Fanprojekte sind eine besondere Form der Jugend- und Sozialarbeit. Sie sind mit den kommunalen Jugendhilfestrukturen vernetzt und zeichnen sich durch einen sozialpädagogischen Zugang zu den aktiven Fanszenen aus. Mit ihrem Ansatz helfen sie jungen Menschen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten. Außerdem unterstützen sie die lebendige Fankultur und den respektvollen Umgang im Stadion. Seit 2014 werden die hessischen Fanprojekte mit rund 800.000 Euro gefördert. 2017 wurde ein neues Projekt der Jugendsozialarbeit in Kassel mit 30.000 Euro bezuschusst.

Die Gewaltprävention im Amateurbereich des hessischen Fußballs wird jährlich mit rund 80.000 Euro gefördert. Eine besonders wichtige Stellung nimmt das Fair Play Forum der Sozialstiftung des hessischen Fußballs ein. Die Sozialstiftung setzt sich für Fairness im Sport und gegen Diskriminierung und Gewalt ein. Herausragende Projekte der Integration und Gewaltprävention wurden durch das Land seit 2014 mit insgesamt 260.000 Euro unterstützt.

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