Aufklärungsquote auf Höchstniveau | Informationsportal Hessen
Sicherheit & Recht

Aufklärungsquote auf Höchstniveau

Vier von fünf Hessen fühlen sich sicher, dies belegen unabhängige Umfragen. Dieses Gefühl der Sicherheit ist berechtigt, wie die Zahlen der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik belegen. Hessen ist und bleibt eines der sichersten Länder in der Bundesrepublik. Die Zahl der Straftaten geht deutlich zurück.

2017 lag sie auf dem niedrigsten Stand seit 1980. Zugleich wurde die höchste Aufklärungsquote seit Bestehen der Polizeilichen Kriminalstatistik gemessen. 62,8 Prozent der Straftaten wurden im Jahr 2017 aufgeklärt. Das ist der höchste jemals gemessene Wert seit Einführung der Kriminalstatistik im Jahr 1971.

Vor zwanzig Jahren wurde noch weniger als die Hälfte der Fälle (1998: 47,4 Prozent) aufgeklärt. Dank eines umfangreichen Maßnahmenpakets der Polizei ging der Wohnungseinbruchdiebstahl im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent zurück.

Aufklärungsquote und Fallzahlen
Aufklärungsquote: Fast zwei Drittel aller Straftaten wurden aufgeklärt. Dies ist der höchste Wert seit Einführung der 59,9 % Statistik im Jahr 1971. Fallzahlen: Die Zahl der Straftaten (375.632) ist auf den niedrigsten Wert seit 1980 zurückgegangen.

Wohnungseinbruchsdiebstähle rückgängig
Fallzahlen: Einbrüche im Jahr 2017 nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 20,4 Prozent ab. Die Hälfte der Einbrüche wird im Versuchsstadium abgebrochen (49,7 Prozent). Aufklärungsquote 2017: 20,9 %

20 Prozent weniger Wohnungseinbruchsdiebstähle

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden ist für die Opfer, neben dem materiellen Verlust, oftmals eine psychische Belastung. Jeder Einbruch ist einer zu viel, aber die positive Entwicklung in der Aufklärungsquote als auch in der absoluten Zahl der Wohnungseinbrüche ist dennoch bemerkenswert. Hessen hat den Wohnungseinbrechern den Kampf angesagt.

Im Vergleich zum Jahr 2016 nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche um 20,4 Prozent ab und sank auf den niedrigsten Wert seit neun Jahren (2008: 7.313; 2017: 8.287). Die Aufklärungsquote blieb dabei stabil bei rund 21 Prozent (2017: 20,9 Prozent; 2016: 21,1 Prozent). 4.169 Mal drangen Täter dabei tatsächlich in Wohnräume ein („vollendete Delikte“).

Bei dem schwer zu bekämpfenden Delikt des Wohnungseinbruchsdiebstahls (WED) kann nur ein Dreiklang aus Repression, Prävention und Innovation zum Erfolg führen.

Dazu gehören in Hessen:

  • ein anhaltend hoher Kontrolldruck,
  • 8.000 kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen für Bürgerinnen und Bürger im letzten Jahr,
  • eine erfolgreiche Länderkooperation mit täterorientierten Ermittlungen,
  • härtere Strafen für Einbrecher und die bundesweit einzigartige Prognosesoftware KLB-operativ, die hessenweit im Einsatz ist.

Straßenkriminalität halbiert

Die Straßenkriminalität konnte dank entschlossener Polizeiarbeit in den letzten 20 Jahren messbar eingedämmt werden: Die Zahl der Fälle hat sich seitdem halbiert (1998: 127.426; 2017: 67.892), während sich die Aufklärungsquote nahezu verdoppelt hat (1998: 13 Prozent; 2017: 23,6 Prozent). In die Kategorie Straßenkriminalität fällt eine Vielzahl von Delikten, die im öffentlichen Raum begangen werden. Rückgänge wurden im Vergleich zu 2016 beim Taschendiebstahl (-1.893 Fälle [-24,8 Prozent]), Diebstahl aus Kraftfahrzeugen (-2.104 Fälle [-9,8 Prozent]), Diebstahl von Fahrrädern bzw. der „unbefugten Ingebrauchnahme“ (-1.494 Fälle [-9,8 Prozent]) sowie bei Sachbeschädigungen auf öffentlichen Straßen (-633 Fälle [-13,5 Prozent]) registriert. Neben einer starken polizeilichen Präsenz im öffentlichen Raum sind moderne Videoüberwachungsanlagen in den Städten und Gemeinden ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit auf Hessens Straßen.

Entwicklung der Straftaten
Häufigkeitszahl (HZ) gibt die Anzahl an Straftaten pro 100.000 Einwohnern innerhalb eines Jahres an. Mit 6.046 ist die HZ 2017 die niedrigste
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