Inklusion & Teilhabe | Informationsportal Hessen
Schule & Bildung

Inklusion & Teilhabe

Mehr Lehrerstellen für Inklusion

Die Hessische Landesregierung unterstützt den Ausbau der Inklusion und damit die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern setzt Hessen aber nicht auf Inklusion um jeden Preis, sondern auf die Wahlfreiheit zwischen dem sonderpädagogischen Unterricht an Förderschulen und dem inklusiven Unterricht an allgemeinen Schulen. Das Land respektiert den Elternwunsch. Die Beratung der Eltern erfolgt durch Fachleute in den vor Ort ansässigen Beratungs- und Förderzentren (BFZ) sowie Schulen.

Im Schuljahr 2017/2018 werden 9.118 Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung im regulären Unterricht inklusiv beschult. Hierfür wurden 2.378 Lehrerstellen vorgehalten. Für die Grundunterrichtsversorgung an den Förderschulen wurden im gleichen Zeitraum 2.046 Lehrerstellen bereitgestellt, von denen 21.520 Schülerinnen und Schüler profitiert haben. Hinzu erfahren rund 33.000 Kinder eine sonderpädagogische Beratung und Förderung an allgemeinen Schulen in Form von vorbeugenden Maßnahmen, ohne dass ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wird.

Inklusive Schulbündnisse

Für den inklusiven Unterricht wurden im Schuljahr 2017/2018 rund 200 Stellen für das Umsetzungskonzept des inklusiven Schulbündnisses (iSB) zusätzlich bereitgestellt. Die hessenweite Einführung der iSB garantiert sonderpädagogische Stellen auch im Falle zurückgehender Schülerzahlen. Innerhalb von drei Jahren und in drei Stufen werden die inklusiven Schulbündnisse hessenweit eingeführt.

Bei den iSB handelt es sich um verbindliche Netzwerke, in denen alle Entscheidungsträger vor Ort (Eltern, Schulträger, Schulaufsicht etc.) zusammenkommen, um den bestmöglichen Förderweg für jedes Kind zu finden. Dies trägt dazu bei, dass möglichst kein Elternwunsch auf inklusive Beschulung abgelehnt werden muss.

Lehrerin an der Tafel
Individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern ist wichtig. Aus diesem Grund wird die Ausbildung sonderpädagogischer Lehrerstellen besonders stark in den Fokus genommen.

Mehr Lehrerstellen für die Chancengleichheit

Hessen setzt auf gerechte Chancen für alle Schülerinnen und Schüler. Schulen, die unter besonders schwierigen sozialen Bedingungen arbeiten, werden durch zusätzliche Lehrstellen unterstützt, die eine individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern möglich machen sollen. Für die Lehrerzuweisung stehen im Schuljahr 2017/2018 rund 540 Stellen zur Verfügung. Das sind insgesamt 120 Stellen mehr, als zwei Jahre zuvor.

Fabian Hambüchen ist Botschafter für Alphabetisierung

Fabian Hambüchen ist Hessens Botschafter für Alphabetisierung und Grundbildung. Der erfolgreiche Kunstturner, unter anderem Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen, ist das Gesicht der Kampagne, mit der das Thema stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung getragen und der Abbau von Tabus gefördert werden soll.

Kultusminister Lorz mit Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen
Kultusminister Lorz mit Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen

Mehr Plätze für die Lehrer-Ausbildung

Guter Unterricht hängt von kompetenten und motivierten Lehrkräften ab. Gemeinsam mit den hessischen Universitäten hat die Landesregierung darauf hingewirkt, dass die Ausbildungsplätze für Grund- und Förderschullehrerinnen und -lehrer in den kommenden Jahren dauerhaft ausgebaut werden. Seit dem Wintersemester 2017/2018 sind die Kapazitäten erstmals um rund die Hälfte ausgeweitet worden. An den Hochschulen gibt es seit Herbst 2017 315 neue Ausbildungsplätze für das Lehramt an Grund- und Förderschulen. Ein qualitativ hochwertiges sowie praxisrelevantes Fortbildungs- und Beratungskonzept für Lehrkräfte und Schulleiterinnen und Schulleiter bereitet diese auf ihre herausfordernden Tätigkeiten vor und begleitet sie auf diesem Weg.

Kulturelle Bildung an Grundschulen

Erfolgreiche Programme der kulturellen Bildung haben eine positive Wirkung auf Schulentwicklung und individuelle Förderung. Seit dem Schuljahr 2017/2018 wird ein großes neues Programm an Grundschulen aufgelegt, das „Theater für ALLE!“.

Manuel Lösel informiert sich vor Ort

Die Schülerinnen und Schüler lernen Methoden aus dem Darstellenden Spiel und Entdecken das Theater als Spiel- und Kunstform, welches die Persönlichkeitsentwicklung und das soziale Miteinander stärkt.

Sport & Gesundheit werden gefördert

Das Modellprojekt „Schulgesundheitsfachkräfte“ trägt seit dem Schuljahr 2017/2018 dazu bei, die Gesundheitsversorgung an zehn Modellschulen in Frankfurt und Offenbach der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Sportförderprogramme sorgen dafür, dass über Jahre hinweg junge, sportliche Talente unterstützt werden – mit Erfolg: Bei den Bundesfinalen von „Jugend trainiert für Olympia“ haben die hessischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in nahezu allen Sportarten großartige Leistungen erzielt.

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