Schule & Bildung

Förderung für Kinder

Hessischer Bildungs- & Erziehungsplan

Kinder sollen von Anfang an das richtige Rüstzeug erhalten. Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) für Kinder im Alter von null bis zehn Jahren ist ein wertvoller Maßnahmenkatalog mit hohen Qualitätsstandards und zielt auf die Stärkung der sozialen Basiskompetenzen von Kindern. Mit dem Hessischen Kinderförderungsgesetz wurde die Umsetzung des BEP mit entsprechenden Haushaltsmitteln gesichert. Im Jahr 2016 haben gut 94 Prozent der Kitas nach den Vorgaben des BEP gearbeitet. Die Qualitätspauschale wird für jedes Kind in Einrichtungen gewährt, die nach dem BEP arbeiten. Anknüpfend an die Einführung des BEP Ende 2007 wurde ein Fortbildungsprogramm sowohl für Leitungskräfte und Fachberatungen als auch für alle Fach-und Lehrkräfte im Elementar- und Primärbereich aufgelegt. In den Jahren 2018 und 2019 stehen für die Entwicklung der Qualität des BEP insgesamt 50 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln bereit.

Minister Lorz beim Schulbesuch
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz informiert sich vor Ort, wie Kinder lernen.

Sprachliche Bildung & Förderung

Durch das hessische Gesamtsprachförderkonzept haben seit 1999 mittlerweile mehr als 110.000 Kinder die Vorlaufkurse vor ihrer Einschulung besucht. Grundschulen bieten Vorlaufkurse als Hilfe für alle Kinder an, die bei der Anmeldung zur Einschulung noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen und arbeiten dabei eng mit den Kindertagesstätten zusammen. Die Vorlaufkurse sind freiwillig und beginnen zwölf Monate – also ein Schuljahr – vor der Einschulung. Mit Hilfe des Schulaufnahmeverfahrens kann so frühzeitig festgestellt werden, ob die Mädchen und Jungen über altersgemäße deutsche Sprachkenntnisse verfügen oder ob sie Hilfe benötigen.

Künftige Projekte, Fortbildungs- und Sprachprogramme sollen auf Grundlage des BEP und der im Gesamtkonzept „Sprache“ dargestellten Leitlinien überprüft werden. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium ein Rahmenkonzept für die sprachliche Bildung und Förderung aller Kinder im Elementar- und Primarbereich erarbeitet. Sie bildet die Grundlage für die sprachliche Bildung und Förderung von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund.

Das für die Jahre 2017/2018 entwickelte Projekt „Gemeinsam zur Sprache“ hat daran anknüpfend das Ziel, über eine gemeinsame Qualifikation von Eltern, Kindertagespflege und zukünftiger Kindertagesstätte eine gelingende mehrsprachige Entwicklung von Kindern von Anfang an zu ermöglichen. Das Landesprogramm „Sprachförderung im Kindergartenalter“ fördert zudem in einem Umfang von 4,2 Millionen Euro pro Jahr Maßnahmen zur Unterstützung des Erwerbs der deutschen Sprache.

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