Mobilität & Verkehr

Rekordinvestitionen ins Straßennetz

Sanierung vor Neubau: Die Offensive 2016-2022

Grundlage jeder Mobilität ist eine leistungsfähige und intakte Infrastruktur. Mit der Sanierungsoffensive 2016-2022 folgt die Instandhaltung der Landesstraßen erstmals einer mittelfristigen Planung, die sich an klaren Kriterien orientiert. Es gilt der Grundsatz: Sanierung vor Neubau. Bis 2022 werden rund 580 Sanierungsmaßnahmen mit rund 420 Millionen Euro realisiert. Der Anteil von Sanierung und Erhaltung am gesamten Landesstraßenbauetat lag im Jahr 2017 bei 84 Prozent. Seit dem Start der Sanierungsoffensive sind bereits 130 Sanierungs- und Erhaltungsprojekte realisiert worden. Insgesamt stehen für den Landesstraßenbau sowie die Vergabe von Planungen und Bauabwicklungen 2018 und 2019 rund 365 Millionen Euro bereit.

Um die Investitionen in den Straßenbau umzusetzen, und weil auch der Bund inzwischen den Akzent auf den Erhalt legt und dafür viel Geld bereitstellt, wurden die Planungsmittel verdreifacht. Lagen sie im Jahr 2008 bei 20 Millionen Euro, waren es im Jahr 2017 bereits 63 Millionen Euro. 2018 wachsen sie auf 67 Millionen Euro.

So können die steigenden Mittel für Bundes- und Landesstraßen auch verbaut werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sanierung der Straßenbrücken. Bis zum Jahr 2021 sind allein für Brückenerneuerung und -sanierung in Hessen 1,1 Milliarden Euro eingeplant (rund 919 Millionen Euro bei Autobahnen, 119 Millionen Euro bei Bundesstraßen und 75 Millionen Euro bei Landesstraßen).

Ausbau aller Autobahnkreuze im Rhein-Main-Gebiet

Autobahnkreuze sind Nadelöhre des Fernverkehrs. Im verkehrsreichen Rhein-Main-Gebiet hat deshalb der Ausbau der Kreuze oberste Priorität. Diese sind:

  • Westkreuz Frankfurt mit A5 und A648
  • Nordwestkreuz Frankfurt mit A5 und A66
  • Offenbacher Kreuz mit A3, A661 und B3
  • Darmstädter Kreuz mit A5 und A67
  • Bad Homburger Kreuz mit A5 und A661
  • Wiesbadener Kreuz mit A3 und A66

Das Bauvolumen zum Um- und Ausbau der sechs Autobahnkreuze beträgt rund 640 Millionen Euro. Das ist die größte Investition ins Autobahnnetz im Rhein-Main-Gebiet der letzten Jahrzehnte.

Lückenschlüsse auf Autobahnen

Die Schließung der noch bestehenden Lücken im hessischen Autobahnnetz geht weiter voran. An der A44 zwischen Kassel und der A4 bei Wommen wird ebenso gearbeitet wie an der Fertigstellung der A49 zwischen Neuental und der A5 bei Gemünden. Ebenso laufen die Vorbereitungen zum Bau des Frankfurter Riederwaldtunnels im Zuge der A66.

Der Riederwaldtunnel schließt die Lücke zwischen der nach Osten führenden A66 und der A661. Die Maßnahme wird die Bewohner des Frankfurter Ostens spürbar von Verkehrslärm entlasten. Die Hessische Landesregierung setzt sich mit ganzer Kraft dafür ein, dass dieses seit Jahrzehnten debattierte Vorhaben jetzt so zügig wie möglich Wirklichkeit wird und optimalen Lärmschutz bietet.

Für den verbesserten Lärmschutz an Landesstraßen wurden die Auslösewerte für eine Lärmsanierung gesenkt. Das heißt, dass nun noch mehr Anwohnerinnen und Anwohner an hessischen Straßen von Lärmschutzmaßnahmen profitieren können.

Frankfurter Kreuz

Bau der Schiersteiner Brücke
Minister Tarek Al-Wazir besucht den Bau der Schiersteiner Brücke

Mobilitätsfördergesetz: 100 Millionen Euro jährlich für Kommunen

Von 2018 an stellt Hessen jährlich mindestens 100 Millionen Euro für die kommunale Infrastruktur bereit. Ab 2019 geschieht dies auf der Basis des Hessischen Mobilitätsfördergesetzes, so dass ein verlässlicher Finanzierungsrahmen für Verkehrsprojekte entsteht. Die Mittel werden zu gleichen Teilen zwischen dem Straßenbau und dem öffentlichen Nahverkehr aufgeteilt.

Im kommunalen Straßenbau können sie auch für Tempo 30-Zonen, die Lärm und Abgase vermindern, die Sicherheit erhöhen und Radfahrern und Fußgängern bessere Bedingungen bieten, eingesetzt werden. Gefördert werden u.a. Maßnahmen zur Einengung der Fahrbahn, die Verbreiterung von Gehwegen und barrierefreie Überwege.

  • Rund 356 Millionen Euro investiert die Landesregierung 2018 und 2019 in den Bau von Landstraßen.
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