Interkommunale Zusammenarbeit | Informationsportal Hessen
Haushalt, Finanzen & Verwaltung

Interkommunale Zusammenarbeit

Gemeinsam den Herausforderungen begegnen

Um auch für zukünftige Herausforderungen wie beispielsweise den Folgen des demografischen Wandels gewappnet zu sein, haben Landkreise, Städte und Gemeinden erkannt, dass durch interkommunale Zusammenarbeit ein Mehr an Gestaltung, Professionalität und Leistung erreicht werden kann. Die gemeinsame Nutzung von Aufgabenbereichen der kommunalen Verwaltungen sowie die Nutzung von teuren Feuerwehrgeräten oder die Zusammenarbeit in Tourismus, Sport oder beim freiwilligen Polizeidienst senken Kosten und tragen zum Wohl der ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger bei.

Oberzehnt
Neue Stadt Oberzent: Innenminister Peter Beuth überreicht die Genehmigungsurkunde für die Fusion im September 2017

Seit 2004 besteht ein Förderprogramm, das bislang etwa 230 kommunale Kooperationen mit einer Gesamtsumme von mehr als 17 Millionen Euro gefördert hat. Im Dezember 2016 wurde es um weitere fünf Jahre verlängert. Die Neuauflage sieht eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 150.000 Euro pro Gemeinde für die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften vor.

Dass es gemeinsam besser geht, haben auch die Stadt Beerfelden und die Gemeinden Hesseneck, Rothenberg und Sensbachtal entschieden. Sie haben sich zum 1. Januar 2018 zur neuen Stadt Oberzent im Odenwaldkreis zusammengeschlossen. Das ist die erste neu gegründete hessische Kommune im 21. Jahrhundert.

Ehrenamtliche Bürgermeister sind leichter möglich

Dank einer Änderung der Hessischen Gemeindeordnung 2015 kann in allen Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern der Posten des Bürgermeisters ehrenamtlich vergeben werden. Diese Option können rund 115 Gemeinden nutzen. Im Ergebnis kann eine Gemeinde Personalkosten in erheblichem Umfang einsparen und ihren Haushalt leichter ausgleichen, ohne ihre Bürgerinnen und Bürger mit zusätzlichen Abgaben konfrontieren zu müssen. Die Gemeinde Bromskirchen im Landkreis Waldeck-Frankenberg hat zum 1. Januar 2017 den „ehrenamtlichen Bürgermeister“ in die Tat umgesetzt.

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