Weltoffenes Hessen | Informationsportal Hessen
Gesellschaftlicher Zusammenhalt & Integration

Weltoffenes Hessen

Historisch gesehen ist Hessen schon lange ein Land der Zuwanderung. Ein Großteil der Hessinnen und Hessen hat seine Wurzeln in anderen Regionen. Hessen ist ein weltoffenes Land und unterstützt – unabhängig von der Flüchtlingssituation – die Integration aller nach Hessen kommenden Menschen mit zahlreichen Programmen und Förderungen.

Hessischer Integrationsplan

Aufbauend auf den Ergebnissen der Enquetekommission „Migration und Integration“ des Hessischen Landtags wurden die Grundlagen des Integrationsplans in Kooperation mit der Zivilgesellschaft erarbeitet. Er enthält konkrete Maßnahmen und Programme zu zentralen gesellschaftlichen Themen. Mit dem Hessischen Integrationsplan werden insbesondere in den Bereichen Sprache, Bildung und Ausbildung sowie Arbeitsmarkt Handlungsempfehlungen formuliert. Er wurde Ende des Jahres 2017 auf der Hessischen Integrationskonferenz vorgestellt.

Förderprogramm „WIR“

Das Programm „WIR“ ist Kernbestandteil der hessischen Integrationspolitik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der interkulturellen Öffnung und dem Aufbau einer Willkommens- und Anerkennungskultur. Die Mittel wurden von 3,1 Millionen Euro im Jahr 2014 auf inzwischen 10,05 Millionen Euro erhöht und um neue Fördermöglichkeiten ergänzt.

Angefangen bei der Förderung von kommunalen WIR-Koordinationsstellen und WIR-Fallmanagern, die die bestehenden Angebote für Geflüchtete kennen, über Projekte zur Willkommens- und Anerkennungskultur bis hin zur Förderung niedrigschwelliger Sprachkurse – das Landesprogramm bietet ein ganzes Bündel von Fördermaßnahmen. Mit ihm sollen alle Bürgerinnen und Bürger – mit und ohne Migrationshintergrund – in den Blick genommen und die bereits geschaffenen Partizipationschancen vor Ort weiter ausgebaut und gefestigt werden. Auf diese Weise wird die Integration vor Ort mit rund 280 Projekten unterstützt. In den Jahren 2011 bis 2017 wurden darüber hinaus mehr als 2.400 Integrationslotsinnen und -lotsen für ihren ehrenamtlichen Einsatz geschult.

Einbürgerungskampagne

Die Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit ist der Abschluss gelungener Integration. Unter dem Motto „Hessen und ich DAS PASST“ hat die Hessische Landesregierung im Oktober 2016 eine Einbürgerungskampagne gestartet, um Menschen, die noch nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben, über die Voraussetzungen der Einbürgerung zu informieren.

Entwicklungspartnerschaften & humanitäre Verantwortung

Die Folgen von Klimawandel, Umweltzerstörung und übermäßigem Ressourcenverbrauch sind weltweit zu beobachten, bedrohen aber wiederum ganz besonders in armen Ländern die Lebensgrundlagen. Daher hat die Hessische Landesregierung in der aktuellen Legislaturperiode die Projektmittel für die Entwicklungszusammenarbeit von 260.000 Euro im Jahr 2014 auf rund 860.000 Euro in den Jahren 2018 und 2019 mehr als verdreifacht.

Mit dem „Aktionsplan zur Integration von Flüchtlingen und der Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ wurde unter anderem eine Entwicklungspartnerschaft mit Regionen in Albanien eingegangen. Hierzu wurden im Haushalt 2016 und 2017 zusätzliche Mittel eingestellt. Gefördert werden mit den Mitteln studienbegleitende Qualifikationen für Existenzgründer und die Ausbildung von Jugendlichen in kleinen Städten.

Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge und die humanitäre Verantwortung im Nordirak wurden auf Initiative der Landtagsfraktionen von CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Höhe von rund einer Million Euro gefördert. Im Einzelnen ging es dabei um die Errichtung von Unterkünften für Flüchtlingsfamilien, die Eröffnung eines Waisenhauses sowie den Bau einer Schule.

Spätaussiedler & Vertriebene

Die Hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler hat in Zusammenarbeit mit dem Landesbeirat für Vertriebene, Flüchtlinge und Spätaussiedler ihre Integrationsmaßnahmen fortgesetzt. Diese reichen von der Förderung der Kulturarbeit bis hin zur Unterbringung, Betreuung und Eingliederung der spätausgesiedelten Deutschen und Heimatvertriebenen in Hessen.

Erhalt des NS-Härtefonds

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat den NS-Härtefonds erhalten und die Richtlinien mit Änderungen vom 2. März 2015 angepasst. Damit können Personen, die von nationalsozialistischen Gewalt- und Unrechtmaßnahmen betroffen waren, weiter eine angemessene Entschädigung erhalten.

 

  • Mehr als zehn Millionen Euro investiert das Land 2018 in das Integrationsförderprogramm „WIR“.
  • Fluchtursachen vor Ort bekämpfen: Projektmittel für Entwicklungszusammenarbeit mehr als verdreifacht.
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