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Gesellschaftlicher Zusammenhalt & Integration

Integration & Asyl

Flüchtlingssituation: Herausragendes geleistet

Im Jahr 2015 kam es zu einer deutlichen Zunahme der Fluchtbewegungen. Rund 890.000 Flüchtlinge sind damals nach Deutschland gekommen, 75.000 Menschen davon blieben in Hessen. Die Zahl der Flüchtlinge ist vor allem nach Schließung der sogenannten Balkanroute stark zurückgegangen. Im Jahr 2016 blieben noch rund 20.500 und 2017 rund 11.100 Flüchtlinge in Hessen.

Bouffier und Al-Wazir im Pressegespräch

In den letzten Jahren haben das Land und die Hessinnen und Hessen Herausragendes geleistet, als es darum ging, Flüchtlinge aufzunehmen und unterzubringen. Jetzt steht die Integration dieser Menschen an und die Schaffung eines guten Miteinanders in unserer Gesellschaft. Hessen hat umfassende Maßnahmenpakete aufgelegt, die allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen, und diese in bundesweit einzigartigen Aktionsplänen zusammengefasst. So wurden Sprach- und Integrationskurse ausgeweitet, der Einstieg in den Arbeitsmarkt gefördert sowie die Sicherheit der Menschen und ehrenamtliche Strukturen gestärkt.

Erste Erfolge zeigen sich bereits: Beispielsweise wurden in Hessen seit dem Jahr 2015 insgesamt rund 44.700 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen in Intensivsprachkursen in Deutsch unterrichtet. Aktuell sind rund 1.600 Flüchtlinge in einer beruflichen Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung. Zudem konnte die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Menschen aus sieben Asylherkunftsländern um 41 Prozent auf knapp 20.000 gesteigert werden.

Respektkampagne
Der Sprecher der Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, zeichnet Noretta Labriola und Brigitte Ritter von der Initiative Wunschtraum aus Wiesbaden als "Menschen des Respekts" aus.

Jo Dreiseitel bei der Verleihung des Integrationspreises
Staatssekretär Jo Dreiseitel bei der Verleihung des Hessischen Integrationspreises.

Vorbildliche Zusammenarbeit bei Unterbringung von Flüchtlingen

Durch die vorbildliche Zusammenarbeit aller staatlichen Ebenen, der Unterstützung der Hilfsorganisationen und vieler Bürgerinnen und Bürger gelang die Unterbringung der vielen tausend geflüchteten Menschen. Kein Flüchtling wurde obdachlos, auch nicht in Zeiten höchster Zugänge von mehr als 1.300 Menschen pro Tag im Herbst 2015. Dies ist dem überragenden Engagement der Menschen zu verdanken, die mit großer Empathie, Verantwortungsbereitschaft und Tatkraft zugepackt haben. Dazu gehörten Katastrophenschützer, ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, Kirchenvertreter und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung.

Binnen eines Jahres hat das Land Hessen die Unterbringungskapazitäten in der Erstaufnahme verzehnfacht: von rund 4.000 Plätzen zu Jahresbeginn 2015 auf rund 40.000 Plätze im Januar 2016. Möglich machte dies der unermüdliche Einsatz aller beteiligten Behörden und die Unterstützung der Kommunen. Noch vor Wintereinbruch 2015 zogen alle in Zelten untergebrachten Flüchtlinge in feste Unterkünfte. Im Frühjahr 2016 konnten die als Notunterkünfte in einigen Kommunen genutzten Turnhallen geräumt und – wo erforderlich – mit Unterstützung des Landes für ihren eigentlichen Zweck wiederhergestellt werden.

Anpassung der Kapazitäten mit neuem Standortkonzept

Nachdem mit Schließung der Balkanroute im Frühjahr 2016 die Flüchtlingszahlen deutlich zurückgegangen sind, hat die Landesregierung kosten- und verantwortungsbewusst reagiert. Die Aufnahmekapazitäten für Flüchtlinge wurden stufenweise reduziert: auf zunächst rund 20.000 Plätze im April 2016 bis auf derzeit 9.440 Belegungsplätze an acht Standorten und einer Außenstelle am Flughafen Frankfurt.

Darüber hinaus hält Hessen noch 2.340 Reserve-Plätze vor, die als Flüchtlingsunterkünfte kurzfristig aktiviert werden können. Damit ist das Land auf unterschiedliche Entwicklungen bei der Flüchtlingssituation bestens vorbereitet, wird die Zahl der vorgehaltenen Plätze aber weiter der Entwicklung anpassen.

 Flüchtlinge für bürgerschaftliches Engagement gewinnen
Die Hessischen Aktionspläne kommen allen Menschen in Hessen zugute.

Unterstützung der Kommunen

Die Landkreise und kreisfreien Städte erhalten für die Aufnahme und Unterbringung pro Asylbewerber und Flüchtling eine monatliche Pauschale, die 2016 um 45 Prozent angehoben wurde. Viele der Landesprogramme und Förderungen richten sich an die Kommunen und unterstützen die Integration der Flüchtlinge in den Städten und Gemeinden.

  • Das Land und seine Menschen haben in den vergangenen Jahren Herausragendes bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen geleistet.
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