Gemeinschaft & Selbsthilfe fördern | Informationsportal Hessen
Familien, Senioren & Soziales

Gemeinschaft & Selbsthilfe fördern

Landessozialbericht mit Schwerpunkt Kinderarmut

Der zweite Landessozialbericht wurde in enger Kooperation mit einem Beirat aus Kommunen, Kirchen, Wissenschaft, dem Statistischem Landesamt und den Verbänden erstellt und im Herbst 2017 veröffentlicht. Er geht über eine reine Fortschreibung des letzten Berichtes hinaus und analysiert die Ansätze „Ressourcen, Lebenslagen, Teilhabe“. Der Schwerpunkt liegt auf dem Thema „Kinderarmut“. Über den Landessozialbericht steht die Landesregierung im intensiven Dialog mit Kommunen und Wohlfahrtsverbänden.

Landesprogramm Gemeinwesenarbeit

Mit dem Landesprogramm „Gemeinwesenarbeit“ hat sich die Hessische Landesregierung das Ziel gesetzt, Quartiere mit sozialen Problemlagen zu unterstützen und sie mit passgenauen Maßnahmen zu stärken. Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte. e.V. berät dabei als Servicestelle die Antragssteller und Projektträger. Kommunen mit solchen Brennpunkten werden über das Landesprogramm mit jährlich 4,5 Millionen Euro gefördert.

Rahmenvereinbarung zur Kommunalisierung sozialer Hilfen

Zwischen dem Land Hessen, dem Hessischen Städtetag, dem Hessischen Landkreistag, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen und der Liga der Freien Wohlfahrtspflege wurde eine Rahmenvereinbarung über die Kommunalisierung sozialer Hilfen geschlossen. Das Land stellt den Landkreisen und kreisfreien Städten Mittel zur Verfügung, die diese dann an die Träger der Angebote (z. B. Mütterzentren, familienentlastende Dienste, Frauenhäuser) bedarfsgerecht weiterreichen können. Die Kommunalisierung ist ein partnerschaftliches Instrument. Ziel ist es, Angebote zu schaffen, die sich wirksamer und konsequenter an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort ausrichten. Alle 21 hessischen Landkreise und fünf kreisfreien Städte sind der Rahmenvereinbarung beigetreten und haben Zielvereinbarungen abgeschlossen. Die Förderung sozialer Träger erfolgt aus Mitteln des Sozialbudgets mit insgesamt 19,2 Millionen Euro. Im Doppelhaushalt 2018/19 ist eine Erhöhung um 2,03 Millionen Euro für 2018 und 4,1 Millionen Euro für 2019 vorgesehen.

Familie

Mehr Geld für Selbsthilfe & Freiwilligenverbände

Zur Stärkung der Selbsthilfe und insbesondere des Ehrenamts wurde Anfang 2017 das Projekt „KoFaB-Hessen“ (Koordinierungsstelle Fachberatung Betreuungsvereine Hessen) gegründet. Mit zusätzlichen Haushaltsmitteln in Höhe von 195.000 Euro werden Fachberatungsangebote für hessische Vereine, die Ehrenamtliche betreuen, finanziert und die Tätigkeit der Landesarbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine Hessen unterstützt. Im Doppelhaushalt 2018/19 ist eine weitere Erhöhung um 290.000 Euro für 2018 und 540.000 Euro für 2019 vorgesehen.

Auch die Freiwilligendienste wurden durch vielfältige Maßnahmen unterstützt. Dazu gehörten die Produktion von 18 Lernclips zur Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen, die Produktion von Lehr- und  Informationsmaterialen sowie Qualifizierungsprogramme für Ehrenamtliche u. a. im Flüchtlingsbereich. Bezogen auf das Freiwillige Soziale Jahr wurde bei der Landesarbeitsgemeinschaft der hessischen FSJ-Träger in den Jahren 2016 und 2017 ein Projekt zur Förderung der Flüchtlingsdienste in Hessen unterstützt. Der Hessische Aktionsplan zur Integration von Flüchtlingen und der Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts stellt zusätzliche Mittel zur Stärkung der Freiwilligendienste zur Verfügung. So konnten in den Jahren 2016 und 2017 etwa durch die Umsetzung des Projekts „STARK“ (Strukturaufbau im regionalen und kommunalen Kontext) zahlreiche Projekte finanziell getragen werden. Darüber hinaus erfolgte eine Unterstützung der Freiwilligendienste durch das Projekt „Jugendpartnerschaften“.

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