Förderung von Familien & Senioren | Informationsportal Hessen
Familien, Senioren & Soziales

Förderung von Familien & Senioren

„Hessen hat Familiensinn“

Um Familien und Senioren weiter zu fördern, wurde das Projekt „Hessen hat Familiensinn“ ins Leben gerufen. Die hierzu im Jahr 2017 einberufene Kommission setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Parlaments, der Regierung, Wirtschaft, Verwaltung, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Verbänden, Medien und privaten Initiativen zusammen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Hessen familienfreundlicher zu gestalten und konkrete Handlungsempfehlungen auszuarbeiten. Die Arbeit der Kommission ist Anfang 2018 abgeschlossen worden.

Familienkarte Hessen

Begehrt bei Eltern: die Familienkarte Hessen

Die Familienkarte Hessen wird auf Antrag allen Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren gewährt, wenn sie ihren Hauptwohnsitz in Hessen haben. Sie umfasst einen Unfallversicherungsschutz, Serviceleistungen für Familien, einen Elternratgeber, Tipps und Informationen rund um das Thema „Vorsorge treffen“ sowie vielfältige Vergünstigungen bei den 200 Partnerunternehmen. Die Karte ist kostenlos und einkommensunabhängig. Mehr als 110.000 Familien sind bereits im Besitz der hessischen Familienkarte.

Förderung von Familien- & Mehrgenerationenzentren

Familien- und Mehrgenerationenzentren unterstützen und begleiten Familien in jeder Lebensphase. Die Landesregierung fördert aktuell 154 Familienzentren mit bis zu 13.000 Euro pro Einrichtung für ihre Arbeit. Im Jahr 2016 wurden darüber hinaus 29 Einrichtungen durch das Projekt „Auf dem Weg zum Familienzentrum“ finanziell unterstützt.

Ergänzt wird das Angebot der Familienzentren durch die Mehrgenerationenhäuser, die weiterhin durch eine Bundesförderung finanziell unterstützt werden. Das aktuelle Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus“ läuft bis zum Jahr 2020. Mithilfe des Programms sind in Hessen zu den bisherigen 28 Mehrgenerationenhäusern weitere elf Einrichtungen dazugekommen. Davon erhalten 24 Einrichtungen auch eine Förderung als Familienzentrum. Zudem unterstützt die Hessische Landesregierung das Landesnetzwerk der hessischen Mehrgenerationenhäuser.

Gemeinsames Grillen

Mehr Hilfsangebote für ältere Menschen

Die seniorenpolitische Initiative „Alter neu denken – Zukunft gewinnen“ analysiert seit 2011 die Lebenssituation älterer Menschen und entwickelt neue Handlungskonzepte. Besonderes Augenmerk liegt auf dem demografischen Wandel. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat im Jahr 2015 erstmals den Wettbewerb „Aktion Generation – Lokale Familie stärken“ ausgeschrieben, mit dem zukunftsfeste Konzepte erarbeitet werden, die das Miteinander der Generationen fördern und gezielt in Kommunen vor Ort zum Tragen kommen. In den vergangenen Jahren sind dabei viele Einzelmaßnahmen entstanden, die unterschiedliche Zielgruppen im Blick haben. 2017 wurde der Wettbewerb zum dritten Mal ausgeschrieben und ist mit insgesamt 95.000 Euro dotiert.

Auch das Thema „Wohnen“ hat für ältere Menschen u. a. im Hinblick auf die Selbständigkeit eine ganz besondere Bedeutung. Die im April 2017 veröffentlichte Publikation „Gemeinschaftliches Wohnen in Hessen“ informiert ältere Menschen über alternative Wohnformen.

Vielfältige Hilfe für die Opfer von Gewalt

Hessen hilft Frauen und Kindern, die Opfer von Gewalt geworden sind und traumatische Erfahrungen innerhalb ihrer Familie erleiden mussten. Die Landesregierung hat die Mittel aus dem Sozialbudget für Frauenhäuser, Notrufe, Schutzambulanzen, Interventions- und Beratungsstellen zum Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt, aber auch für psychosoziale Arbeit mit gewalttätigen bzw. potenziell gewalttätigen Menschen erhöht. Insgesamt stehen seit 2015 jährlich 3,14 Millionen Euro für die Finanzierung von Frauenhäusern zur Verfügung. Zur Finanzierung von Frauenberatungs- und Interventionsstellen einschließlich Täterberatung und -prävention erhält jede Kommune in Hessen einen jährlichen Sockelbetrag von 30.000 Euro. Insgesamt werden seit 2015 jährlich 1,95 Millionen Euro in den Schutz vor Gewalt investiert.

  • Für den Schutz vor Gewalt in der Familie stehen seit 2015 jährlich 1,95 Millionen Euro bereit.
Schließen