Wiesbaden

Preisträger des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ empfangen

27.09.2018Hessische Staatskanzlei

Staatsminister Axel Wintermeyer empfängt hessische Preisträger des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“.

Gruppenbild der Preisträger des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“
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Staatsminister Axel Wintermeyer (Elfter von links), Tilmann Wittershagen von der Deutschen Bank (Zwölfter von links) und Franziska Rohde von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ (Achtzehnte von links) empfangen die Preisträger in der Hessischen Staatskanzlei
© Staatskanzlei

Sechs hessische Projekte sind beim diesjährigen Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ prämiert worden. Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, empfing heute die Preisträger aus Gießen, Frankfurt, Marburg, Kassel und Darmstadt in der Regierungszentrale in Wiesbaden und ließ sich die einzelnen Projekte erläutern. „Hessen ist ein Land der Innovationen und Sie geben mit Ihren Ideen wichtige Impulse für die Zukunft“, sagte Wintermeyer.

Motto „Welten verbinden – Zusammenhalt stärken. 100 Innovationen für Deutschland“

Der Wettbewerb ist Teil der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“, die gemeinsam von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft getragen wird. Er stand unter dem Motto „Welten verbinden – Zusammenhalt stärken. 100 Innovationen für Deutschland“. „Die Leistungsfähigkeit des Standorts Hessen zeigt sich auch an den diesjährigen hessischen Preisträgern des Wettbewerbs. Unser Land hat kreative Köpfe wie Sie, die bereit sind für Neues, die vorangehen und andere mitreißen. Ihre Ideen verbessern die Lebensbedingungen der Menschen und regen andere an, es Ihnen gleich zu tun. Ihre Erfolge zeigen, dass Hessen zu den wichtigsten High-Tech-Regionen Europas zählt. Unser Land bietet das passende Umfeld für innovative Ideen, um reifen und gedeihen zu können“, sagte der Chef der Staatskanzlei zu den sechs Preisträgern, die im Juni in Berlin prämiert worden sind.

Die einzelnen Ideen verbinden Lebenswelten miteinander, dienen dem Gemeinwohl und haben über Deutschland hinaus Signalwirkung. Das Start-up Variokan aus Gießen präsentierte ein neues flexibles Abwassersystem, das sich eigenständig an die durchfließende Wassermenge anpasst. Somit spart es Kosten bei der Abwasserbeseitigung ein. Gleichzeitig wird die Ökobilanz verbessert, da Trinkwasser zur Durchspülung des Kanalsystems reduziert werden kann. Das Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik aus Kassel hat ein Unterwasser-Pumpspeicherkraftwerk entwickelt, das in Offshore-Windparks überschüssige Energie in Hohlkugeln auf dem Meeresboden zwischenspeichern kann, bis die Energie vom Netz abgerufen wird. Dies verbessert die regenerativen Energien in Deutschland.

Aus Frankfurt kommen die Initiative „Impact week“ und das Start-up Kitext. „Impact week“ hat einen Workshop für Ideengeber in Entwicklungsländern ins Leben gerufen. Dieses an Studenten gerichtete Angebot soll die interkulturelle Zusammenarbeit unterstützen und die Gründertätigkeit und nachhaltige Entwicklung vor Ort vorantreiben. Kitext hat sich dem Schutz von Kindern vor Cyber-Mobbing und Missbrauch im Internet mit seiner App „Privalino“ gewidmet. Die App liest die Internetkommunikation von Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren mit und gibt den Eltern und dem Privalino-Team eine Warnung, sobald eine nicht kindgerechte Kommunikation festgestellt wird. Die Software bietet Kindern Schutz und leistet einen Beitrag zur Netzsicherheit.

Das Start-up „Companion2Go“ aus Marburg hat eine Reise-App für Menschen mit und ohne Handicap entwickelt. Viele Menschen mit Behinderung können eine Begleitperson kostenlos oder zu vergünstigten Preisen mit auf Zugfahrten oder zu Veranstaltungen nehmen – doch oftmals mangelt es an der Begleitperson. Mit der neuen App können potenzielle Begleitpersonen und Menschen mit Behinderung leicht zueinanderfinden. Das Start-up Sulfotools aus Darmstadt hat eine neuartige umweltfreundliche Methode zur Peptidherstellung für die Pharma-, Chemie- und Kosmetikindustrie entwickelt. Bei dem neuen Verfahren werden keine giftigen Lösungsmittel mehr benötigt: Dem Start-up ist es gelungen, die bisher üblichen Lösungsmittel durch Wasser zu ersetzen. Diese Innovation verbindet Ökonomie und Ökologie.

Staatsminister Wintermeyer betonte die Bedeutung einer Innovationskultur für Hessen. „Die Landesregierung fördert branchen- und technologieübergreifende Erfindungen. Wir haben die neue Dachmarke ,Technologieland Hessen‘ geschaffen, um technische Neuerungen noch mehr zu unterstützen. Sie sind mit Ihrem Erfolg dafür wegweisend.“

Die Deutsche Bank richtet den Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ seit 2006 mit aus. Tilman Wittershagen, Sprecher der Geschäftsleitung der Region Mitte, gratulierte: „Die hessischen Preisträger liefern mit ihren Projekten exzellente und innovative Antworten auf wichtige Fragen in unserer Gesellschaft und Wirtschaft.“ Und Franziska Rohde von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“, ergänzte: „Die prämierten hessischen Ideen sowie das Engagement der Menschen dahinter haben Vorbildcharakter und inspirieren andere, ihre Ideen zugunsten der Zukunftsfähigkeit Deutschlands umzusetzen.“

Hintergrund

„Deutschland – Land der Ideen“ ist eine gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte beim Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ insgesamt 100 Preisträger aus rund 1.500 eingereichten Bewerbungen aus. Seit Beginn des Wettbewerbs im Jahr 2006 bis heute kamen insgesamt 229 Preisträger-Projekte aus Hessen.

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