Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

„Pakt für den Nachmittag“ startet im Landkreis Bergstraße

12.06.2015Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz, Landrat und Schuldezernent Wilkes und Kreisbeigeordneter Schimpf unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

„Pakt für den Nachmittag“ startet im Landkreis Bergstraße
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Mit dem Landkreis Bergstraße kann nun der zweite Schulträgerbezirk in Hessen zum kommenden Schuljahr in den 'Pakt für den Nachmittag' starten. Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Landrat und Schuldezernent Matthias Wilkes sowie der Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf unterzeichneten heute an der Schillerschule in Bensheim-Auerbach die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land und dem Landkreis Bergstraße als Schulträger für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen. „Ich freue mich sehr, dass wir jetzt an der Bergstraße den zweiten Vertrag über unsere Kooperation für Bildungs- und Betreuungsangebote aus einer Hand schließen können“, sagte Kultusminister Lorz. „Das ist der Auftakt für das größte Programm zum Ausbau von Ganztagsangeboten, das es je in Hessen gab. Und es ist ein großer Schritt hin zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie einer besseren individuellen Förderung für die einzelnen Schüler.“ Die Schillerschule ist eine von sechs Schulen im Kreis Bergstraße, die im Rahmen eines Pilotprojekts zum kommenden Schuljahr starten.

Ein Schritt in die richtige Richtung"

„Die Teilnahme an dem Freiwilligenprojekt Pakt für den Nachmittag ist ein "Schritt in die richtige Richtung" - und zwar in Richtung Ganztagsschule. Damit wird mehr Verlässlichkeit geboten und eine Verbesserung des bestehenden Betreuungsangebotes erwirkt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht dabei ebenso im Fokus wie mehr Chancengleichheit und Teilhabe. Die Qualität und Quantität in der Betreuung werden durch dieses Projekt aufgewertet. Ich bin sicher, dass unsere sechs Schulen, die zunächst an dem Projekt teilnehmen werden, von dem zusätzlichen Angebot nur profitieren werden“, so Landrat und Schuldezernent Wilkes überzeugt.

Das Land stellt die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die im Landkreis Bergstraße genauso gelten wie andernorts. Der Kultusminister betonte, dass nun erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Und wir entwickeln die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter.“ Wichtig sei ihm, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt, sondern diese vielmehr ergänzt und miteinander verzahnt würden.

Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote vor Ort werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für die sechs Pilotschulträger bis zu 145 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

Der Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf hob in diesem Zusammenhang hervor: „Dies ist eine optimale Ergänzung zu unserem bestehenden Angebot des familienfreundlichen Kreis Bergstraße. Im Zusammenwirken von Land, Kommunen, Eltern und den bereits jetzt im Bereich der Betreuung aktiven Initiativen entsteht so eine bedarfsgerechte Bildungs- und Betreuungsgarantie von 7:30 bis 17 Uhr, für alle Eltern die dies für ihre Grundschulkinder brauchen“, so Schimpf.

Hintergrund:

Zum kommenden Schuljahr startet der Pakt zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Mit dem ‚Pakt für den Nachmittag‘ sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 58 Grundschulen in den sechs Pilotschulregionen im kommenden Schuljahr mit dem Pakt starten. ahr startet dr Pakt zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Mit dem ‚Pakt für den Nachmittag‘ sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 58 Grundschulen in den sechs Pilotschulregionen im kommenden Schuljahr mit dem Pakt starten.

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