Startseite Presse Pressemitteilungen Pressearchiv Neue Leiterin der Frauenhaftanstalt Frankfurt am Main III: Moderner und sicherer Justizvollzug in Hessen
Amtswechsel

Neue Leiterin der Frauenhaftanstalt Frankfurt am Main III: Moderner und sicherer Justizvollzug in Hessen

In einer Feierstunde verabschiedete der Hessische Minister der Justiz, für Integration und Europa und stellvertretende Ministerpräsident, Jörg-Uwe Hahn, heute den bisherigen Leiter der Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main III, Eugen Martz. Gleichzeitig führte er die neue Leiterin der zentralen Frauen-Haftanstalt in Hessen, Michaela Wasemüller, offiziell ins Amt ein.

Der Justizminister würdigte Regierungsdirektor Martz als einen umsichtigen, freundlichen Anstaltsleiter mit großem Organisationstalent: „Sie haben die Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main III mit großer fachlicher Kompetenz, der notwendigen Bestimmtheit, aber auch mit viel menschlichem Geschick geleitet. Von Ihrer Erfahrung und Kompetenz profitiert nun seit November 2012 die JVA Butzbach, wo Sie zunächst zum kommissarischen Leiter und dann zum Anstaltsleiter bestellt wurden. Für Ihren Einsatz hier in Frankfurt möchte ich Ihnen heute noch einmal ganz herzlich danken.“

Die neue Leiterin der JVA, Regierungsdirektorin Michaela Wasemüller, beschrieb Justizminister Jörg-Uwe Hahn als hervorragende Juristin und exzellente Organisatorin mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl. „Auch das braucht man, um eine Justizvollzugsanstalt erfolgreich leiten zu können. Ich weiß die JVA Frankfurt III bei Frau Wasemüller in den besten Händen.“

Modernisierung des Justizvollzugs in Hessen

„Ich bin schon auch ein bisschen stolz sagen zu können, dass der Justizvollzug in Hessen in der laufenden Legislaturperiode durch die Schaffung neuer gesetzlicher Grundlagen modernisiert wurde“, sagte der Minister in seiner Festrede. „So standen wir nach dem Übergang der Gesetzgebungskompetenz im Bereich des Vollzugs auf die Länder vor der Aufgabe, für den Erwachsenenstrafvollzug und die Untersuchungshaft neue gesetzliche Grundlagen für einen modernen Vollzug zu schaffen. Das ist uns gelungen – Mit dem Hessischen Strafvollzugsgesetz und dem Hessischen Untersuchungshaftvollzugsgesetz, die zum ersten November 2010 in Kraft getreten sind.“ Justizminister Jörg-Uwe Hahn verwies auch auf die Neuregelung des Sicherungsverwahrungsvollzugs: „Nach den Urteilen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und des Bundesverfassungsgerichts zur Sicherungsverwahrung standen Bund und Länder vor großen Herausforderungen. In Hessen haben wir die Vorgaben mit der Schaffung des Hessischen Sicherungsverwahrungsvollzugsgesetzes erfolgreich umgesetzt. Dem Gesetzesentwurf wurde schon in der Landtagsanhörung am 28. November 2012 großes Expertenlob zuteil – Es ist nun zum 1. Juni 2013 fristgerecht in Kraft getreten.“

„Die JVA Frankfurt am Main III ist ein weiteres Beispiel dafür, dass in den letzten Jahren viel für die Modernisierung des Justizvollzugs in Hessen getan wurde“, fuhr der Minister fort. „So ist hier ein neues Unterkunftsgebäude mit 86 neuen modernen Haftplätzen entstanden.“ Oberstes Gebot bei Planung, Bau und Betrieb von Justizvollzugsanstalten sei stets die Sicherheit der Bevölkerung, so Hahn. „Gleichzeitig ist aber auch dafür Sorge zu tragen, dass ausreichend Haftplätze zu modernen, menschlichen Haftbedingungen zur Verfügung stehen. Die Erneuerung alter Gebäude und Hafträume ist grundlegende Voraussetzung für einen modernen Justizvollzug.“ Der Minister verwies auf weitere Maßnahmen wie den 2011 eröffneten Neubau der Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main I, in der insgesamt 564 moderne Haftplätze entstanden sind.

Zu den Personen

Eugen Martz wurde 1958 in Wetzlar geboren. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. 1978 begann seine Laufbahn im Hessischen Justizvollzugsdienst als Inspektoranwärter. 1981 wurde er nach bestandener Laufbahnprüfung an die JVA Darmstadt versetzt. In der Folge (bis 1997) war Eugen Martz an vielen Hessischen Justizvollzugsanstalten tätig – in der JVA Frankfurt am Main II, der JVA Rockenberg und der JVA Limburg, wo er 1986 ständiger Vertreter des Anstaltsleiter wurde und ihm 1988 die Leitung der JVA übertragen wurde. Im Jahr 1988 war er zwischenzeitlich an das Hessische Justizministerium abgeordnet. Eine weitere Abordnung an das Justizministerium folgte von 1997 bis 1999. Im Jahr 1999 wurde er Vollzugsabteilungsleiter in der JVA Butzbach, wo er 2001 zum Vertreter des Anstaltsleiters bestellt wurde. Von 2008 bis 2012 war er dann Anstaltsleiter der JVA Frankfurt am Main III. Am 15. November 2012 wurde Eugen Martz zum kommissarischen Leiter der JVA Butzbach bestellt. Anstaltsleiter ist er dort seit dem 1. Mai 2013.

Michaela Wasemüller wurde 1972 in Neuwied geboren. Sie ist verheiratet und hat ein Kind. Von 1992 bis 1998 studierte sie Rechtswissenschaften an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Université de Bourgogne in Dijon (Frankreich). Ihre erste juristische Staatsprüfung legte sie 1999 ab, die zweite im Jahr 2002. Ihre Laufbahn im Hessischen Justizvollzug begann sie 2002 mit Tätigkeiten in der JVA Butzbach und der JVA Weiterstadt. Von 2004 bis 2006 war sie an das Hessische Justizministerium abgeordnet, unterbrochen von einer rund achtmonatigen Abordnung an die JVA Kassel I. 2006 wurde sie dann an das Justizministerium versetzt, wo sie bis 2010 blieb. Von 2010 bis 2012 folgte eine erste Abordnung an die JVA Frankfurt am Main III und die kommissarische Bestellung zur Vertreterin des Anstaltsleiters. Nach einer weiteren Abordnung an die JVA Rockenberg (und der kommissarischen Bestellung zur Anstaltsleiterin), kam sie zurück zur JVA Frankfurt am Main III. 2012 wurde sie hier kommissarisch zur Anstaltsleiterin bestellt, 2012 zur stellvertretenden Leiterin. Seit dem 1. Juni 2013 ist Michaela Wasemüller nun Anstaltsleiterin der JVA Frankfurt am Main III.

Zur JVA Frankfurt am Main III

Die Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main III ist die zentrale Vollzugseinrichtung für Frauen in Hessen mit insgesamt 381 Haftplätzen. Hier sind weibliche Untersuchungs- und Strafgefangene und in einem separaten Bereich weibliche Jugendliche untergebracht. Die JVA Frankfurt III verfügt über eine Abteilung des offenen Vollzuges und über eine separate Einrichtung für Mütter mit Kindern.

In den letzten 30 Jahren sind in der JVA Frankfurt III nach und nach bereits elf Neubauten entstanden. Mit dem neuen Unterkunftsgebäude B ist nun der zwölfte Neubau dazugekommen: Er verfügt über insgesamt 86 neue moderne Haftplätze, die sich auf 75 Einzelhafträume, fünf Doppelhafträume und einen behindertengerechten Haftraum verteilen. Das Unterkunftsgebäude B ist als ein Haus höchster Sicherheit konzipiert und mit modernster Sicherheitstechnik ausgestattet. Die Baukosten betrugen 8,1 Millionen Euro.

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Pressesprecher: 
Dr. Hans Liedel
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