Kunst- und Kultur

Land Hessen fördert 17 Filmprojekte mit 640.000 Euro

Eine Reise nach Peru, die Geschichte einer Bäckerei-Eröffnung mit Hindernissen und eine Mordserie in Frankfurt – das sind Beispiele für 17 Filmprojekte, die das Land Hessen mit rund 640.000 Euro fördert.

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Gezeichnete Filmkamera
© Pixabay/geralt

Mit der Summe werden Filmemacherinnen und Filmemacher bei der Produktion, Drehbucherstellung und dem Verleih unterstützt. Eine Jury unter dem Vorsitz von Hans-Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien, hat die Projekte vor kurzem ausgewählt.

Kreative Ideen und wichtige Themen

„Hessen hat sich zu einem erfolgreichen Filmland entwickelt – das zeigen auch die vielen Förderanträge, die bei der HessenFilm und Medien GmbH eingehen. Ich freue mich über die kreativen Ideen und wichtigen Themen, die die Filmschaffenden auf die Leinwand bringen. Um in Zukunft noch mehr Filmemacherinnen und Filmemacher unterstützen zu können, möchte ich die Filmförderung noch attraktiver und flexibler gestalten – zum Beispiel, indem wir Bürgschaftsmittel nach und nach in Filmfördermittel umwandeln. Außerdem wollen wir bestehende Verfahren einfacher machen, damit Zeit und Energie in Kunst und nicht in Bürokratie fließen“, sagte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn.

In dieser Förderrunde werden sieben Projekte bei der Produktion unterstützt. Die höchste Fördersumme in Höhe von 150.000 Euro erhält der Dokumentarfilm „Die andere Seite“ von Regisseur Carl Gierstorfer und Produzentin Antje Boehmert. Der Film beschäftigt sich mit dem peruanischen Volk der Mashco Piro, das keinen Kontakt zu Außenwelt hat. Doch seine Existenz ist bedroht: Illegale Goldschürfer, die Öl- und Gasindustrie und christliche Missionare dringen ins Amazonasgebiet vor.

Lebensträume und Mord in Frankfurt

Die Frankfurter Neopol Film wird als Koproduktionsfirma der romantischen Komödie „Love Sarah“ mit 100.000 Euro unterstützt. Das Debüt der Regisseurin Eliza Schroeder handelt von der Reise dreier Frauen unterschiedlicher Generationen, die gegen einige Widerstände eine Bäckerei in London eröffnen.

Zudem fördert das Land Hessen die Entwicklung von acht Drehbüchern. Darunter ist die A List Films GmbH um Nadav Schirman mit 25.000 Euro Drehbuchförderung für die Serie „Der innere Kreis“. Darin erschüttert ein Mord das Leben wohlhabender, in Frankfurt arbeitender Briten. Drehbuchförderung gibt es auch für eine Literaturverfilmung: „Vor dem Dunkel“ handelt vom Skandal um E.T.A. Hoffmanns letzte Erzählung „Meister Floh“ und den damit aufgeworfenen Fragen über Rechtsstaatlichkeit und die Freiheit der Kunst (25.000 Euro).

Förderung der Verleiharbeit

Die Jury hat sich auch für die Förderung der Verleiharbeit von zwei Projekten des erst 2017 gegründeten Frankfurter „JIP Film und Verleih“ entschieden. Darunter befindet sich der Dokumentarfilm „Ink of Yam“ (12.000 Euro). Es handelt sich um den Preisträger des Hessischen Film- und Kinopreises 2017 in der Kategorie „Bester Hochschulabschlussfilm“.

„Mit den Ergebnissen der Jurysitzung können wir weiter unseren Schwerpunkt im Bereich Dokumentarfilm stärken. Aber auch Komödien und Dramen sind mit spannenden Projekten vertreten. Besonders der Nachwuchs findet wieder viel Beachtung und erhält die Chance, sich in der hessischen Filmszene zu etablieren – ob durch Drehbuch-, Produktions- oder Verleihförderung,“ kommentiert HessenFilm-Geschäftsführer Hans Joachim Mendig die Ergebnisse.

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