Zwei Ziele erfüllt

Historisches Gebäude erhalten und inklusives Wohnen schaffen

„Aktiv-Stiftung“ erhält für Sanierung des Rhönhof Tann Auszeichnung „Denkmal des Monats“ Oktober

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Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (Mitte) überreichte die Urkunde zum "Denkmal des Monats Oktober 2018" an Lothar Heißenberg, den Eigentümer des Rhönhofes (links), und Stephan Koch, Architekt und Mitbegründer der Aktiv-Stiftung Fulda.
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (Mitte) überreichte die Urkunde zum "Denkmal des Monats Oktober 2018" an Lothar Heißenberg, den Eigentümer des Rhönhofes (links), und Stephan Koch, Architekt und Mitbegründer der Aktiv-Stiftung Fulda.
© kunst.hessen.de

Denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten und zu sanieren, ist meist eine besondere Herausforderung. Mit der Restaurierung des Rhönhof in Tann wurde allerdings noch ein weiteres hehres Ziel verfolgt: Die Schaffung von inklusivem Wohnraum. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat daher der Aktiv-Stiftung Fulda für die Restaurierung des Rhönhofs die Auszeichnung „Denkmal des Monats“ Oktober verliehen und 1000 Euro Preisgeld überreicht.

Hervorragende Arbeit geleistet

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die Aktiv-Stiftung hat mit viel Engagement für die Erhaltung dieses Kulturdenkmals in Tann eine hervorragende Arbeit geleistet. Mit dieser denkmalgerechten Sanierung wurde nicht nur das historische Bauwerk gesichert, sondern auch mit der neuen Nutzung ein Projekt der Integration und Inklusion geschaffen, das höchste Anerkennung verdient.“

Innovatives Kultur- und Wohnprojekt

Das 1907 geplante Wohnhaus des sogenannten Rhönhofes wurde durch den neuen Eigentümer, Lothar Heißenberg, zu einem innovativen Kultur- und Wohnprojekt weiterentwickelt, die Wirtschaftsgebäude werden nach wie vor landwirtschaftlich genutzt. Dies war der erste Schritt zur Entwicklung des Projektes Aktiv-Stiftung und das Fachwerkhaus zugleich das erste Objekt, das in die Stiftung zur Weiterentwicklung eingebracht wurde. Mit dem Ziel, „gemeinsam Immobilien und Kulturdenkmäler gemeinwohlorientiert weiterentwickeln, für die Zukunft erhalten und auf Dauer den Menschen vor Ort zur Nutzung zurückgeben“, begann das Sanierungsvorhaben.

Stephan Koch, Architekt und Mitbegründer der Stiftung aus Fulda, erstellte mit Unterstützung des Landkreis-Programms „Wiederbelebung leerstehender Bausubstanz in den Ortskernen“ ein Nutzungs- und Sanierungskonzept, das in Abstimmung mit den Denkmalbehörden für die Beantragung der notwendigen Genehmigungen und Fördermittel zu Grunde gelegt wurde: Im Erdgeschoss entstanden zwei kleine barrierefreie, intergenerativ nutzbare Single-Wohnungen sowie Räume für den örtlichen Kultur- und Geschichtsverein. Im Obergeschoss und Dachgeschoss sind barrierearme Räume für je eine betreute Wohngruppe mit bis zu drei Bewohnern vorhanden.

Erste Bewohner seit November 2016

Im November 2016 sind die ersten Bewohner eingezogen und haben begonnen, das historische und vom Verfall bedrohte Fachwerkhaus mit neuem Leben zu füllen. Das Rhönhof-Projekt gibt Menschen mit Benachteiligungen Wohnraum und bietet eine Lebensgemeinschaft mit gegenseitiger Unterstützung für eine weitgehend eigenständige Bewältigung der Alltagsnormalität.

„Durch den wahrhaft vorbildlichen Einsatz der Stiftung ist es gelungen, das Rhönhof-Wohnhaus denkmalgerecht zu sanieren und dieses Schmuckstück für die Nachwelt zu erhalten“, lobte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. Mit der Auszeichnung als „Denkmal des Monats“ werde dieses Engagement gewürdigt, denn mit dieser sollen vor allem private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen ausgezeichnet werden. „Ich hoffe, dass auch andere sich an der Aktiv-Stiftung ein Beispiel nehmen und sich entweder für ein Denkmalobjekt oder eine gemeinnützige Sache engagieren. Beides miteinander zu verbinden, ist natürlich etwas ganz Besonderes.“

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