Auszeichnung

Hessischer Tierschutzpreis 2018 vergeben

Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser zeichnet Wildtierhilfe Odenwald aus und würdigt das Lebenswerk von Hannelore Tenggren und Agnes Denner.

(von links): Frau Seybold, Frau Tenggren, Frau Denner und Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser
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(von links): Frau Seybold, Frau Tenggren, Frau Denner und Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser
© Hess. Staatskanzlei

„In Hessen leben glücklicherweise viele Menschen, die sich mit Leidenschaft und Elan für den Tierschutz engagieren. Mit dem Hessischen Tierschutzpreis wollen wir auch in diesem Jahr Organisationen und Aktive auszeichnen, die anderen mit ihrem Handeln als Vorbild dienen“, sagte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser heute bei der Verleihung des Hessischen Tierschutzpreises 2018 in der Hessischen Staatskanzlei.

Wildtierauffangstation „Koboldhof“ ist Hauptpreisträgerin

Die Wildtierauffangstation „Koboldhof“, vertreten durch die Leiterin Korinna Seybold, leistet einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Artenschutz, insbesondere für Bilche. Frau Seybold hat sich zum Ziel gemacht, kranke und verletzte Tiere zu pflegen, um sie dann wieder in ein geeignetes Habitat zu entlassen. Das gelingt ihr und ihrem Team sehr gut. 200 Tiere im Jahr, darunter viele Bilche, werden in der Station aufgenommen. Die Wildtierhilfe ist behördlich anerkannt und arbeitet eng mit Naturschutzverbänden und Forschungseinrichtungen zusammen. Das Preisgeld für den „Koboldhof“ beträgt 2000 Euro.

Eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk im Tierschutz und ein Preisgeld von 500 Euro überreichte Dr. Tappeser an Agnes Denner. Frau Denner hat sich bereits in den 1980er Jahren dem Tierschutz verschrieben. Im Hessischen Tierschutzberat war sie z. B. lange Jahre Mitglied und befasste sich mit Themen wie BSE, gefährliche Hunde, Legehennen und vielen mehr. Bis heute beherbergt Frau Denner Tiere auf ihrem Hof. Noch heute ist sie täglich viele Stunden im Einsatz für die Tiere. Im Jahr 2003 gründete sie den Verein „Tiernothilfe Leuderode“, dessen Zweck es ist vor allem Katzen und  Hunden, aber auch  anderen Tieren aus Notlagen zu helfen.

„Wer jemals verwilderte Katzen gefangen hat, weiß, was für eine Herausforderung dies ist. Die Betreuung dieser Tiere verlangt einem einen unermüdlichen Einsatz ab“, kommentierte Dr. Tappeser und wandte sich mit diesen Sätzen an Hannelore Tenggren, die seit über 20 Jahren täglich verwilderte Hauskatzen betreut. In diesen Jahren hat sie rund 2500 Tiere grundversorgt. Neben der Betreuung und Kontrolle der Futterstellen, berät sie Hilfspersonen und erledigt Tierarztbesuche. Die Vermittlung von Katzen bzw. wieder Aussetzen am Fundort und dauerhafte Versorgung und Betreuung nicht vermittelbarer Tiere liegen ihr am Herzen. Auch Frau Tenggren erhält ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.

Hintergrund

Der Hessische Tierschutzpreis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird seit 1997 vergeben. In diesem Jahr gab es zwölf Bewerbungen. In den vergangenen 20 Jahren wurden verschiedene Organisationen oder Personen ausgezeichnet, die sich beispielsweise um die Rettung und Pflege von Wildtieren, um den Schutz von Tieren beim Transport, den Schutz verwilderter Hauskatzen oder kleiner Heimtiere, wie Kaninchen und Meerschweinchen, verdient gemacht haben. Mitglieder der Jury sind die Landestierschutzbeauftragte Dr. Madeleine Martin, die im Tierschutz engagierte Journalistin Dr. Claudia Ludwig, der Leiter des Ministerinbüros, Simon Bruhn, sowie die Vorsitzende des Hessischen Tierschutzbeirates Silke Strittmatter.

Hessen vergibt neben dem Tierschutzpreis für ehrenamtliches Engagement auch einen Preis für gute Tierschutzprojekte in Schulen, für alternative Forschung und einen Preis für besonders tierfreundliche landwirtschaftliche Betriebe. Mit dieser Vielfalt an Preisen für den Tierschutz ist Hessen Vorreiter in Deutschland.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Frau Ira Spriestersbach
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