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GENTECHNIKFREIE REGIONEN

Hessen übernimmt Präsidentschaft des Europäischen Netzwerks gentechnikfreier Regionen

Wichtige Themen sind die Vermeidung von Gentechnik durch die Hintertür neuer Verfahren und eine Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft vor Ort

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Hessen hat heute in Brüssel die Präsidentschaft des Europäischen Netzwerks gentechnikfreier Regionen übernommen. Den Vorsitz wird die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Beatrix Tappeser, übernehmen.

Dr. Tappeser sagte im Vorfeld der heutigen Veranstaltung: „Mich dafür einzusetzen, dass Landwirte auch zukünftig ohne Gentechnik wirtschaften können, ist mir sehr wichtig und zukunftsentscheidend für eine bäuerlich geprägte, regional aufgestellte Landwirtschaft in Europa."

Ein Zusammenschluss von 64 Regionen

Das Europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen ist ein Zusammenschluss von 64 Regionen aus neun europäischen Staaten. Die Regionen haben das Ziel, den gentechnikfreien Anbau auf ihrem Gebiet zu gewährleisten.

Vor Hessen hatte das Bundesland Nordrhein-Westfalen unter dem Vorsitz des  parlamentarischen Staatssekretärs Horst Becker die Präsidentschaft seit September 2014 inne. Dr. Tappeser dankte ihrem Vorgänger für die geleistete Arbeit und freut sich sehr auf die kommende Präsidentschaft. Die promovierte Biologin hat sich bereits seit langem mit Gentechnik beschäftigt und ist eine Fachfrau auf diesem Gebiet.

Auseinandersetzung mit neuen Gentechnikverfahren

Ganz oben auf der Tagesordnung der künftigen Präsidentschaft steht die Auseinandersetzung mit den neuen Gentechnikverfahren, auch „neue Züchtungstechniken“ genannt. Alle diese Verfahren greifen ins Erbgut der Zelle ein und bewirken dort Genveränderungen. Würden die damit erzeugten Pflanzen nicht als Gentechnik eingestuft, dürften sie ohne jede Zulassung und Kennzeichnung angebaut und auf den Markt gebracht werden. Dr. Beatrix Tappeser wird sich als Vorsitzende des Netzwerks dafür einsetzen, dass die regionale Landwirtschaft gestärkt wird und es Gentechnik ohne Regulierung auch zukünftig nicht geben wird.

Staatssekretärin Dr. Tappeser kündigte bereits für das Frühjahr 2018 eine größere Veranstaltung des Netzwerkes an. Die Themen legen die Mitglieder des Netzwerks gemeinsam fest.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Frau Ira Spriestersbach
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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