Schilder für Blinde.

Heilpflanzengarten wird für Blinde erfahrbar - Land unterstützt Beschilderung in Brailleschrift.

08.08.2013Hessisches Sozialministerium

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Inmitten des Heilkräutergartens: Staatssekretärin Petra Müller-Klepper bei der Spendenübergabe an Andreas Ott, eingerahmt von Bürgermeister Martin Hußmann, Wolfgang Kreher und Mitgliedern des Kneipp-Vereins Bad Schwalbach

Mit Unterstützung der Landesregierung kann der Kneipp-Verein Bad Schwalbach den Heilpflanzengarten im Kurpark mit einer Beschilderung in Brailleschrift ausstatten. Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, hat für diesen Zweck Mittel in Höhe von 500 Euro bewilligt. „Auch blinde und sehbehinderte Bürgerinnen und Bürger sollen die Möglichkeit haben, sich selbständig über die Heilkraft der Pflanzen informieren zu können“, erklärte sie bei der Übergabe der Spende an Vereinsvorsitzenden Andreas Ott. Er hatte der Sozialstaatssekretärin im Mai bei der Einweihung der Kneipp-Büste von dem Vorhaben berichtet, die daraufhin eine Förderung geprüft hat – mit nun positivem Ergebnis.

„Der barrierefreie Zugang zu Informationen ist wichtig, damit Inklusion, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Handicaps, im Alltag gelingt. Die Brailleschrift ist ein Hilfsmittel, das verstärkt eingesetzt werden muss“, so Petra Müller-Klepper. Sie dankte dem Kneipp-Verein, dass er sein Engagement unter diesem sozialpolitischen Blickwinkel ausrichtet und bewusst Menschen mit Behinderungen einbezieht.

Seine Angebote der Gesundheitsförderung seien vielfältig und würden hervorragend angenommen. „Der Verein bespielt ideenreich alle fünf Säulen der Kneipp-Therapie: das Wasserheilverfahren, die Bewegungstherapie, die Ernährungstherapie, die Heilpflanzentherapie und die Ordnungstherapie“, unterstrich die Staatssekretärin. Der ganzheitliche Ansatz von Sebastian Kneipp, der im 19. Jahrhundert die Naturheilkunde revolutionierte, werde vorbildlich umgesetzt. Dies werde aktuell mit dem Bundessieg gewürdigt, den die Bad Schwalbacher Kneippianer in der Kategorie der Kneipp-Vereine zwischen 200 und 500 Mitglieder errungen haben. Petra Müller-Klepper gratulierte im Namen der Landesregierung und persönlich zu dieser bedeutenden Auszeichnung, die eine verdiente Anerkennung für den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder sei.

Die Aktivitäten des Kneipp-Vereins wie zum Beispiel der Barfußpfad mit Wassertretbecken oder der liebevoll angelegte Kräutergarten machten den Kurpark attraktiver, sorgten für eine besondere Note und trügen entscheidend zur Profilbildung von Bad Schwalbach als zeitgemäßem Gesundheits- und Erholungsstandort bei. „Ich wünsche und bin zuversichtlich, dass Engagement und Kreativität bald auch von offizieller Seite gewürdigt werden und Bad Schwalbach das Prädikat ‚Kneipp Kurort‘ verliehen bekommt. Für diese Anerkennung sind hervorragende Voraussetzungen gegeben, die der Verein erarbeitet hat“, stellte die Staatssekretärin fest. Der Hessische Fachausschuss für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen sei bei seinem Besuch im Juli sehr angetan von den Anlagen und Einrichtungen gewesen.

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