Vorbeugung

Fraport muss Dächer gegen mögliche Schäden durch Wirbelschleppen sichern

Wirtschaftsminister Rentsch ordnet Vorbeugung an

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport muss dafür sorgen, dass Hausdächer in den Anliegerkommunen Flörsheim und Raunheim gegen von landenden Flugzeugen verursachte Windböen gesichert sind. Eine entsprechende Ergänzung des Planfeststellungsbeschlusses zum Bau der neuen Landebahn wurde Fraport zugestellt, wie Verkehrs- und Wirtschaftsminister Florian Rentsch am Dienstag mitteilte. „Bislang war Fraport zur nachträglichen Regulierung verpflichtet, nun auch zur Vorbeugung“, erläuterte der Minister.

In den vergangenen Wochen waren in Flörsheim mehrfach Ziegel von Dächern gefallen. Die Geschädigten führen das auf die Wirbelschleppen landender Flugzeuge zurück. Eine Untersuchung durch das Hessische Wirtschaftsministerium ergab, dass die Ursache nicht zweifelsfrei zu ermitteln ist. „Wir können allerdings auch nicht zweifelsfrei ausschließen, dass zumindest ein Teil der Schäden von Wirbelschleppen verursacht wurde. Deshalb erweitern wir das Schutzkonzept des Planfeststellungsbeschlusses um diesen Punkt. Die Maßnahmen garantieren eine weitestgehende Vorsorge vor weiteren Schäden“, sagte Rentsch.

Nach dem Ergänzungsbeschluss können Eigentümer von Gebäuden, die in genau festgelegten Gebieten liegen, die Sicherung ihrer Dächer – etwa durch Klammern - verlangen. Der Anspruch besteht allerdings nicht, wenn die Gebäude nach dem 23.03.2007 errichtet wurden. An diesem Tag wurden im Verfahren um den Ausbau des Frankfurter Flughafens die Vorhabensunterlagen erneut öffentlich ausgelegt. Ein Anspruch besteht außerdem nicht, wenn die Dächer den Anforderungen bereits genügen.

Die festgelegten Gebiet umfassen sämtliche Bereiche, in denen Anflüge in relevanter Höhe zu erwarten sind. Dazu zählen weite Teile Flörsheims und Raunheims, aus denen seit Eröffnung der neuen Landebahn der weit überwiegende Teil der Schadensfälle gemeldet wurde. Die Eigentümer können wählen, ob sie von der Fraport die Vornahme der erforderlichen baulichen Sicherungsmaßnahmen oder auf Nachweis die Erstattung der dafür erforderlichen Aufwendungen beanspruchen.

Der Beschluss wird in den betroffenen Kommunen öffentlich bekannt gemacht und ist auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung unter http://verwaltung.hessen.de/irj/HMWVL_Internet?cid=57588902963aad57a07e8a8050fae73e abrufbar.

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