Umfassende und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen

Ehrung von Menschen mit Migrationshintergrund für herausragende Leistungen

Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner: „Diese Menschen sind erfolgreich in Hessen angekommen und stehen für gelungene Integration“

Ehrung von Menschen mit Migrationshintergrund für herausragende Leistungen
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© HSM / Sabrina Feige

Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, sagte am Dienstag anlässlich der Ehrung von Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund aus ganz Hessen, die er für dieses Jahr übernommen hat: „Ich freue mich, diese Menschen hier heute im Biebricher Schloss ehren zu können, weil sie erfolgreich in Hessen angekommen sind und für gelungene Integration stehen. Sie alle werden für herausragende Leistungen geehrt.“

Die Initiative für die Veranstaltung ging von dem Vorsitzenden der Kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung (KAV) der Stadt Frankfurt am Main aus, Herrn Jumas Medoff. In den Jahren 2016 und 2017 wurden bereits Frankfurterinnen und Frankfurter für herausragende Leistungen geehrt. Hierfür hatte die Stadt Frankfurt und Oberbürgermeister Feldmann ihre Kooperation zugesagt. Für 2018 ist der Minister der Bitte der KAV  gefolgt, und hat die landesweite Ehrung übernommen. Eine Jury, die von Seiten hessischer Ausländerbeiräte besetzt wurde, hat die zu Ehrenden ausgewählt. Dazu erklärte der Staatsminister: „Die Urkunden werden für herausragende Leistungen verliehen. Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft, das sind die Felder, auf denen sich diese Persönlichkeiten besondere Verdienste erarbeitet haben – Verdienste, die sie selbst und zugleich das Land Hessen ehren. Und mir ist ganz wichtig, dass für die Hessinnen und Hessen nicht nur erfolgreiche Integration, sondern auch herausragende Leistungen sichtbar gemacht werden. Denn es existieren immer noch Sorgen und Fragen mit Blick auf Zuwanderung. Wie könnte man dieser besser abbauen, als mit den Biografien dieser Persönlichkeiten?!“, so Grüttner.

Die Hessische Landesregierung unternimmt erhebliche Anstrengungen, um für alle  Menschen in unserem Land gleichberechtigte Chancen auf Teilhabe zu gewährleisten. Integration in Hessen hat das Ziel, das jeder Mensch sein Leben in die eigenen Hände nehmen und zugleich seinen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten kann. Integration bedeutet im Kern: Die Chance auf umfassende und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen muss im Alltag realisiert werden. Hierbei geht es vor allem um Bildung, Arbeit, Wohnen, Kultur, ehrenamtliches Engagement und nicht zuletzt um politische Partizipation.

„Uns eint der Respekt vor der Würde jedes einzelnen Menschen"

Der Minister bekräftigte: „Unser Land bleibt seinen Grundwerten treu. Wir orientieren uns an dem Leitbild, das nicht zählt, woher jemand kommt, sondern wer er ist und wohin er will. Es zählt das, was uns alle verbindet: die Werte unserer Verfassung, die die Basis unserer offenen Gesellschaft sind. Uns eint der Respekt vor der Würde jedes einzelnen Menschen. Und je vielfältiger eine Gesellschaft ist, umso wichtiger sind Respekt und Wertschätzung im Miteinander. Aus vielen persönlichen Geschichten wird eine gemeinsame, wenn wir diese Werte im Alltag leben und vorleben.“

Ein wesentlicher Teil der hessischen Integrationskultur bestehe daher in einer gelebten Anerkennung der Menschen, also darin, ihre Leistungen sichtbar zu machen und zu würdigen. „In der Fachwelt sind die Leistungen derer, die hier geehrt sind, längst bekannt. Mir ist es eine große Freude, sie darüber hinaus einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Jede einzelne Persönlichkeit ist ein Leistungsträger unserer Gesellschaft, ist damit ein Vorbild für Integration und kann andere dazu motivieren, ebenfalls solche Erfolgswege einzuschlagen. Dafür sage ich allen herzlichen Dank! Sie schreiben Erfolgsgeschichte in Hessen und Sie sind Teil unserer vielfältigen hessischen Gesellschaft.“

Die Geehrten

  • Herr Mohamad Ahmad Alissa, Gießen, Physiker und Studium Medizinischer Physik
  • Frau Ayse Asar, LL. M., Bad Camberg, Kanzlerin der Hochschule RheinMain
  • Frau Elif Burcu-Karakoç, Frankfurt, Rechtsanwältin und Notarin
  • Frau Suzana Flanz, Wiesbaden, selbstständige Unternehmerin im Bereich industrieller Anlagenbau
  • Herr Dr. Sławomir Heller, Darmstadt, Ingenieur und selbstständiger Unternehmer
  • Frau Hanna Kamyshanska, Frankfurt, Informatikerin, Senior Date Scientist
  • Herr Cromwell Kebenei, Rüsselsheim, Wirtschaftsingenieur
  • Herr Prof. Dr. Karim Khakzar, Fulda, Ingenieur, Präsident der Hochschule Fulda
  • Herr Dr. Asim Khan, Frankfurt, Staatsanwalt, Lehrbeauftragter
  • Herr Prof. Dr. Dr. Hüdayi Korkusuz, Frankfurt, weltweitführender Experte im Bereich Radiologie und Nuklearmedizin
  • Herr Dr. med. Ivo Martinović, Marburg, Herzchirurg und Oberarzt an der UKGM
  • Herr Dr. med. Predrag Matić, Darmstadt, Arzt und selbständiger Unternehmer
  • Frau Prof. Dr.-Ing. Ermira Mezini, Bad Vilbel, Informatikerin, und Professorin an der Technischen Universität Darmstadt
  • Herr Prof. Dr. med. Veselin Mitrović, Bad Nauheim, Oberarzt Kardiologie Kerckhoff Klinik, Professor an der Goethe-Universität Frankfurt
  • Herr Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Gießen, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, Sprecher der Konferenz Hessischer Universitätspräsidenten
  • Herr Prof. Dr. Rachid Ouaissa, Marburg, Politikwissenschaftler, Leiter der Lehreinheit „Politik des Nahen und Mittleren Ostens“ am Zentrum für Nah- und Mitteloststudien an der Phillip-Universität Marburg
  • Frau Banu Özcan, Frankfurt, Betriebswirtin, Leiterin der deutschen Tochter der Akbank, Mitglied im Beirat der Deutschen Bundesbank
  • Herr Dr. med. Savvas Savvidis, Obertshausen, Arzt, Sektionsleiter der Abteilung Angiologie der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden
  • Herr Prof. Dr. Semi Sen, Bad Soden, Arzt, ehem. Chefarzt und Begründer der Klinik für Kardiologie, Angiologie und konservative Intensivmedizin am Klinikum Frankfurt Höchst
  • Herr Prof. Dr. Kaifu Zhu, Wiesbaden, Prof. für Lehre und Forschung Fachbereich Wirtschaft & Medien Hochschule Fresenius, Studiendekan Masterstudiengang Wirtschaft und Interkulturelle Kommunikation

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