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Ökostrom

„Chaos bei der Ökostromförderung durch Moratorium schnellstens beenden“

Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch hat nach den heutigen Aussagen des Chefs der Deutschen Energieagentur (dena), Stephan Kohler, seine Forderung nach einer schnellen und wirksamen Kostenbremse bei der Ökostromförderung bekräftigt. Nachdem dena-Chef Kohler am vergangenen Samstag in einem BILD-Interview eine neuerliche Steigerung der EEG-Umlage um ein Drittel auf dann 7 Cent/kWh zum 1. Januar 2014 prognostiziert hat, fordert Kohler in der heutigen Ausgabe der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ einen Stopp des planlosen Zubaus neuer Windräder und Solaranlagen sowie die Abschaffung der Vorrangeinspeisung und fester Vergütungssätze von Ökostrom.

Ausbauziele der Länder und des Bundes koordinieren

„Notwendig und allein erfolgversprechend ist ein zeitlich begrenzter Ausbaustopp im Bereich der durch das EEG geförderten erneuerbaren Energien, um das Chaos bei der Ökostromförderung schnellstmöglich zu beenden“ so Rentsch. Deshalb hat der Hessische Wirtschaftsminister sich erst kürzlich in einem Brief an die Bundeskanzlerin gewandt und für ein Moratorium geworben, das genutzt werden sollte, um die bislang völlig unabgestimmten Ausbauziele der Länder und des Bundes zu koordinieren.

„Bizarres Schauspiel“ muss ein Ende finden

dena-Chef Kohler hatte in dem BILD-Interview darauf hingewiesen, dass Deutschland nach den bisherigen Plänen der Länder und des Bundes im Jahr 2022 rund 50 Prozent mehr Leistung an Solar- und Windkraft installiert haben wird als wir an Spitzentagen überhaupt nutzen können. Da wir einen Teil dieses überflüssigen, hochsubventionierten Stroms an das Ausland verschenken bzw. den Kunden sogar noch Geld dafür geben müssen, damit sie den Strom überhaupt abnehmen, finanzieren die privaten Stromverbraucher und die Unternehmen in Deutschland über die EEG-Umlage sinkende Strompreise im benachbarten Ausland.

Der hessische Wirtschaftsminister bekräftigte, dass dieses „bizarre Schauspiel“, wie es dena-Chef Kohler bezeichnet hat, umgehend ein Ende finden muss.

„Vor einem `Weiter so` kann ich die Bundesregierung nur warnen, da wir ansonsten das Ende des Industriestandortes Deutschland mit all seinen verheerenden Auswirkungen für den Wohlstand unseres Landes besiegeln würden“, unterstrich der Hessische Wirtschaftsminister.

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