Gesundheit und Pflege

Aufbau eines neuen Gesundheitszentrums für Sontra, Herleshausen und Nentershausen

In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten der Landrat des Werra-Meißner-Kreises und die Bürgermeister des Zweckverbands Interkommunale Zusammenarbeit Sontra – Herleshausen – Nentershausen das vom Land Hessen mit 133.000 Euro geförderte Modellprojekt „Aufbau eines Regionalen Gesundheitsnetzes“ vor.

ambulante_versorgung.jpg

Ein Mann bekommt den Blutdruck gemessen
© Thinkstockphotos

Mit diesen Mitteln wird der Aufbau eines neuen Gesundheitszentrums für Sontra, Herleshausen und Nentershausen ermöglicht, das medizinische, pflegerische und sozialbetreuerische Hilfen aus einer Hand anbietet. Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner nannte die Arbeit des Zweckverbands wegweisend für die medizinische und pflegerische Versorgung im ländlichen Raum.

„Das Gesundheitswesen steht vor einem tiefgreifenden Wandel“, so Grüttner. „In einer älter werdenden Bevölkerung rückt zunehmend die adäquate Versorgung von chronisch und mehrfach erkrankten Patientinnen und Patienten in den Fokus – insbesondere im ländlichen Raum. Dies erfordert zunehmend eine interdisziplinäre Kooperation von medizinischen mit pflegerischen und sozialbetreuerischen Dienstleistungen. Aus diesen Gründen hat die Landesregierung im Rahmen des Hessischen Gesundheitspaktes bereits im Jahr 2014 das Programm „Bildung Regionaler Gesundheitsnetze“ aufgelegt. In den Jahren 2014 bis 2018 wurden und werden hierüber neun Modellprojekte mit insgesamt 2,75 Mio. Euro gefördert. „Ich freue mich, dass wir den Zweckverband in den Jahren 2016 bis 2018 mit insgesamt 133.000 Euro zum Aufbau eines Gesundheitszentrums unterstützen können“, erklärte Grüttner.

Verschiedene Leistungsbereiche unter einem Dach

„Lokale Gesundheitszentren sind keine reinen Ärztehäuser bzw. Medizinische Versorgungszentren. Sie vereinen vielmehr verschiedene Leistungsbereiche, wie Apotheken, Sanitätshäuser, Pflegedienste, Reha-Einrichtungen und Senioren-Cafés, unter einem Dach“, erläuterte ergänzend der Bürgermeister von Sontra und Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes, Herr Thomas Eckhardt. „Die neuen Trägerstrukturen dieser lokalen Gesundheitszentren sind in der Lage, z.B. frei werdende Arztsitze aufzukaufen und jungen Nachwuchskräften zunächst eine Anstellung – auf Wunsch auch in Teilzeit  - anzubieten. Nach einer Eingewöhnungszeit kann der Nachwuchskraft eine Niederlassung in Selbständigkeit ermöglicht werden, indem aus der Anstellung eine Mitgliedschaft an der Trägerorganisation wird. Somit sind diese neuen Versorgungsstrukturen auch ein Instrument zur Fachkräftesicherung, insbesondere im ländlichen Raum.“

Bis Ende des Jahres soll mit allen maßgeblichen Akteuren aus dem Gesundheitswesen und der Pflege ein Kooperations- und Betriebskonzept für das Gesundheitszentrum ausgearbeitet sein. Im Jahr 2017 soll sich dann eine Trägerorganisation gründen, die erste Standorte des geplanten Gesundheitszentrums in Betrieb nehmen wird.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 3219 3408
+49 611 32719 4666
presse@hsm.hessen.de
Schließen