Unternehmen in einer inklusiven Gesellschaft

4. Tag der Menschen mit Behinderung im Hessischen Landtag

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Sozialminister Stefan Grüttner beim Tag der Menschen mit Behinderung
Sozialminister Stefan Grüttner beim Tag der Menschen mit Behinderung
© HMSI

Anlässlich des vierten Hessischen Tags der Menschen mit Behinderung, der in diesem Jahr am 18. Juli im Hessischen Landtag stattfindet, sagte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner: „Wir möchten Menschen mit Behinderung in das alltägliche gesellschaftliche Leben integrieren. Dass wir uns hier heute schon zum vierten Mal zu dieser Veranstaltung treffen, zeigt, dass wir daran kontinuierlich arbeiten und das Interesse an den gemeinsamen Anstrengungen auf diesem Weg groß ist. Wir kommen voran.“ Der Minister betonte, dass das diesjährige Motto „Unternehmen in einer inklusiven Gesellschaft“ eine Zielgruppe anspreche, die „in vielfacher Hinsicht Weichen“ für Menschen mit Behinderung stellen könne. „Sie werden sehen, dass die Unternehmen, die hier heute ihre Aktivitäten vorstellen nicht nur als Arbeitgeber tätig sind, sondern ihre Reputation und ihr Engagement auf unterschiedlichste Art und Weise für Menschen mit Behinderung einbringen.“ Grüttner dankte dem Hessischen Landtagspräsidenten, Norbert Kartmann, dafür, dass er erneut Gastgeber für diese Veranstaltung und diesen Tag sei und ebenso der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung Maren Müller-Erichsen.

Livestream über einen barrierefreien Webplayer

Der Sozialminister wies zudem auf das Angebot hin, dass via Livestream alle Programmpunkte der Veranstaltung mit Hilfe eins barrierefreien Webplayers übertragen und optional mit Live-Untertiteln und Gebärdensprach-Video begleitet werden.

Der Präsident des Hessischen Landtags betonte: „Ich freue mich, heute zum vierten Mal Gastgeber für den Tag der Menschen mit Behinderung zu sein. Hier haben die Anliegen der Menschen mit Behinderung das adäquate Umfeld, damit diese auch in der Öffentlichkeit ins Blickfeld rücken und für Teilhabe in allen Lebensbereichen geworben werden kann.“   

„Ein besonderes Anliegen ist es mir persönlich hierbei, dass Menschen mit Behinderung heute hier aktiv teilnehmen können“, hob die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Maren Müller-Erichsen hervor. „Der heutige Tag zeigt, dass und wie Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam diskutieren und Erfahrungen sammeln können, die für Alle eine Bereicherung darstellen“, so die Landesbeauftragte weiter.

Unternehmen in einer inklusiven Gesellschaft

Beim Tag der Menschen mit Behinderung stellen in diesem Jahr verschiedene Unternehmen ihre Arbeit zur Inklusion vor. Dazu zählen die Deutsche Bahn, Fraport, die WIBank, die AOK Hessen, die Firma B. Braun und der Werkstattrat des Behindertenwerkes Main Kinzig. „Mich freut besonders, dass die heute hier anwesenden Unternehmen sich auch über ihre Aufgaben als Arbeitgeber, als Dienstleister, als Wirtschaftsunternehmen hinaus für Menschen mit Behinderung engagieren und Unterstützungen in den verschiedensten Bereichen geben.“ So verbinde die Deutsche Bahn zum Beispiel bereits seit einigen Jahren eine enge Partnerschaft mit dem Deutschen Behindertensportverband, sie unterstütze bereits seit 1995 als Förderer und Partner den weltweit größten Schulsportwettbewerb JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA (JFTO) und ist seit 2012 Hauptsponsor der Bundeswettkämpfe. B.Braun Melsungen habe zu ihrem 175 jährigen Firmenjubiläum in den Umbau der Gesamtschule Melsungen investiert. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass der Unterricht neue Lernformen und inklusives Lernen ermöglichen könne, nannte Grüttner zwei der zahlreichen Beispiele, die Thema beim Tag der Menschen mit Behinderung sind.

Aspekte von Inklusion in Arbeit und Beschäftigung

„Darüber hinaus werden Vertreterinnen und Vertreter ganz verschiedener Institutionen auf dem Podium Aspekte von Inklusion in Arbeit und Beschäftigung diskutieren.“ Hier nannte Grüttner die Handwerkskamer Wiesbaden, den Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt, die Firma Kompass-Zentrum für Existenzgründungen- der Arbeitsagentur in Darmstadt, den Werkstattrat des Behindertenwerk-Main-Kinzig sowie die Aktion Luftsprung. Letztere sei ein Selbsthilfeverband von Menschen mit einer Mukoviszidose Erkrankung. „Mit der Einladung an den Verband wollten wir besonders darauf hinwiesen, dass Menschen mit einer chronischen Erkrankung häufig den gleichen Barrieren gegenüber stehen, wenn es um die Integration in Arbeit geht, wie Menschen mit anderen Behinderungen. Daran erkennt man das breite Spektrum, das hier heute im Hessischen Landtag diskutiert werden wird“, so der Sozialminister.

Abschließend kündigte Grüttner an, einen Handlungsleitfaden für Unternehmen, um Unterstützung für alle Unternehmen in Hessen anzubieten auf den Weg zu bringen. „Wir wollen auch hier den Weg in eine inklusive Gesellschaft weiter beschreiten.“

Direkt zum Livestream aus dem Hessischen Landtag

Die Veranstaltung ist ein Baustein des Hessischen Landesaktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Der Hessische Aktionsplan ist neben dem bayerischen der einzige, der in vollständig barrierefreier Form veröffentlicht worden ist. Nachdem der Hessische Aktionsplan im Landtag am 17. August 2012 der Öffentlichkeit übergeben worden sei, setze die Hessische Landesregierung diesen weiter konsequent um. Die Veranstaltung wird gemeinsam durch den Hessischen Landtag, die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration ausgerichtet.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Esther Walter
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
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