UNESCO-Welttags der Wissenschaft

„Wissenschaft hilft uns, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern“

UNESCO-Welttag der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung am 10. November

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat anlässlich des morgigen UNESCO-Welttags der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung an die fundamentale Bedeutung der Wissenschaft für unser Leben erinnert.

„Eine freie Wissenschaft ist unentbehrlich für die Fortentwicklung unserer Gesellschaft“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein. „Zugleich prägt sie unser alltägliches Leben mehr, als wir uns dies bewusstmachen. Sie hilft uns, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern und zukunftsweisende Lösungen zu finden – zum Beispiel im Kampf gegen Krankheiten, zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem Klimawandel sowie zur Entwicklung von neuen Technologien. Indem die Wissenschaft dieser Aufgabe verantwortungsvoll nachkommt, leistet sie einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung von Frieden und der nachhaltigen Entwicklung in unserer globalisierten Welt.“

Einfluss des Menschens auf den Planeten erforschen

Wissenschaftliche Einrichtungen aus Hessen leisten einen herausragenden Beitrag hierzu. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung zum Beispiel erforscht den Einfluss des Lebens und des Menschen auf die Entwicklung unseres Planeten und ist mit ihrem ganzheitlichen Forschungskonzept weltweit einmalig. Senckenberg informiert die Öffentlichkeit in Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen und im Frankfurter Museum über die Natur, ihre Vielfalt und ihren Schutz, aber auch über die bevorstehenden Veränderungen und mögliche Anpassungsmaßnahmen – und bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich zu beteiligen, etwa als „Citizen Scientist“, also Bürgerwissenschaftler oder -wissenschaftlerin.

LOEWE erforscht Alltagsfragen

„Auch die Forschungsprojekte, die wir mit unserer Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz – kurz: LOEWE – fördern, sind nah an den Alltagsfragen der Menschen und konzentrieren sich auf Themen mit großer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz“, ergänzte Wissenschaftsminister Boris Rhein. „Ein asiatischer Marienkäfer als Lieferant für neuartige Antibiotika? Ein Haus, das aus Papier gebaut wird und Kunststoff, der biologisch abbaubar ist? Das sind keine Utopien, sondern konkrete Forschungsprojekte in Hessen.“

Konfliktforschung und Religionsfragen

Gerade im Rahmen der LOEWE-Förderlinie 2, der Förderung sogenannter LOEWE-Schwerpunkte, gibt es viele Beispiele dafür, wie die Forschung zur friedlichen Entwicklung und zur Lösung von Konflikten beitragen kann. Am LOEWE-Schwerpunkt „KöE – Konfliktregionen im östlichen Europa“ wird unter Federführung der Justus-Liebig-Universität Gießen vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden neuen Ost-West-Konflikts erforscht, wie zukünftige Konfliktsituationen auf Basis aktueller Forschungsergebnisse schneller gelöst werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am LOEWE-Schwerpunkt „Religiöse Positionierung – Modalitäten und Konstellationen in jüdischen, christlichen und islamischen Kontexten“ beschäftigen sich unter Federführung der Goethe-Universität Frankfurt mit der potentiell destruktiven Rolle von Religion und Religionen in einer durch Pluralität bestimmten globalisierten Welt. Gleichzeitig stellen sie die Frage, welches sinnstiftende Potential die Weltreligionen in historischer und grundlegender Betrachtung zur Begrenzung von Konflikten, Kriegen und Terror haben.

Auch für die Medizin ist Wissenschaft wesentlich. In Hessen befinden sich Partnerstandorte von vier Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung, die Volkskrankheiten wie Krebs, Lungen-, Infektions- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen. An den Gesundheitszentren werden Forschungsergebnisse beschleunigt in die klinische Praxis überführt. Außerdem gibt es Patientenforen, mit denen die Erkrankten in direktem Austausch mit den Wissenschaftlern stehen.

Land bietet hervorragende Bedingungen

„Hervorragende Wissenschaft braucht hervorragende Bedingungen. Die Hessische Landesregierung hat gemeinsam mit den Hessischen Hochschulen den Hochschulpakt für die Jahre 2016 bis 2020 unterzeichnet und damit finanzielle Planungssicherheit für die Hochschulen bis ins Jahr 2020 geschaffen. Der Hochschulpakt ist ein Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Hessen und garantiert den Hochschulen des Landes Hessen über seine Laufzeit von fünf Jahren eine finanzielle Ausstattung von neun Milliarden Euro. Das ist die größte Summe, über die die Hochschulen in Hessen jemals verfügen konnten“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Der Welttag der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung wurde von der UNESCO auf den 10. November gelegt und findet jährlich statt. Seit 2001 soll dieser Ehrentag für die Wissenschaft verdeutlichen, wie wichtig Wissenschaft für jedes einzelne Mitglied der Gesellschaft ist.

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