Woche der Wissenschaft

Wissenschaft, Forschung und Bildung als Motor für Wachstum und Wohlstand

28.11.2016Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz besucht das Leuchtturmprojekt „FAIR“ des Helmholtz-Zentrums für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt.

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Lorz im Helmholtz Zentrum
© HKM

Wissenschaft, Forschung und Bildung sind der Motor für Zukunftsfähigkeit, Fortschritt, Wachstum und Arbeitsplätze in Hessen. Aus diesem Grund hat Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute im Rahmen der „Wochen der Wissenschaft und Forschung“ der Hessischen Landesregierung das Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt besucht und dabei einen spannenden Einblick in das einzigartige Projekt „FAIR“, eines der größten Teilchenbeschleuniger-Projekte für Grundlagenforschung weltweit, erhalten. „Als Kultusminister und als Wissenschaftler freut es mich sehr zu sehen, welche beeindruckenden Leuchtturmprojekte sich in Hessen angesiedelt haben. Sie untermauern die Anstrengungen der Landesregierung, in die Schwerpunktthemen Forschung, Wissenschaft und Bildung zu investieren und stärken langfristig den Standort Hessen. Jeder Euro ist eine gute Investition in die Zukunft unseres Landes“, erklärte der Kultusminister bei seinem Rundgang durch die Anlage.

Helmholtz-Zentrum prägt Wissenschaftsstandort Hessen

Als weltweit anerkannte Großforschungseinrichtung prägt das Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung GmbH (GSI) den Wissenschaftsstandort Hessen bereits seit vielen Jahren. Insbesondere in den Bereichen der Grundlagenforschung zählt das Institut zu den Pionieren und steht u.a. mit der Krebstherapie mit Ionenstrahlen (am Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum) für bahnbrechende neue Anwendungen. Nicht zuletzt wurden am GSI auch sechs neue chemische Elemente entdeckt, zwei erhielten zu Ehren der Stadt Darmstadt und des Bundeslandes Hessen die Namen „Darmstadtium“ bzw. „Hassium“.

Das neue internationale FAIR-Projekt („Facility for Antiproton and Ion Research“) ist eines der größten Teilchenbeschleuniger-Projekte für Grundlagenforschung und angewandte Wissenschaften weltweit. FAIR beinhaltet Forschungsmöglichkeiten in den Bereichen der Hadronen-, Nuklear-, Atom- und Plasmaphysik sowie einer großen Anzahl an angewandten Wissenschaftsgebieten. Mehr als 3.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt werden nach der Fertigstellung an FAIR arbeiten. FAIR dient aber auch als ein weltweiter Anziehungspunkt für junge Nachwuchsforscher, die dort in einem internationalen Umfeld ausgebildet werden können – ein wichtiger und entscheidender Vorteil für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Hessen. Allein im Jahr 2017 erhält das Projekt rund 22 Millionen Euro Fördermittel aus dem Haushalt des Landes. Insgesamt investiert die Landesregierung im Haushalt 2017, u.a. in Form des bundesweit einzigartigen Forschungsförderprogramms LOEWE, rund 2,7 Milliarden Euro in Wissenschaft, Forschung und Lehre.

Spitzenforscher von morgen

Neben einer Besichtigung der verschiedenen Einrichtungen auf dem Gelände informierte sich Kultusminister Lorz über spezielle Programme des Helmholtz-Zentrums, mit denen Schülerinnen und Schüler für innovative Forschungen und Technologien begeistert werden sollen. „Ein Land mit wenigen natürlichen Ressourcen lebt von der geistigen Innovationskraft seiner Menschen. Aus diesem Grund zählt insbesondere die Förderung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer für mich als Kultusminister zu unseren Hauptaufgaben. Die heute intensiv geförderten Schülerinnen und Schüler sind die Spitzenforscher von morgen und schlussendlich auch der Garant dafür, dass Hessen und Deutschland auch in Zukunft für großartige Entwicklungen und Entdeckungen stehen“, so Lorz abschließend.

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