Bekämpfung des Virus

Weiter steigende Inzidenz in Hessen

Sozial- und Gesundheitsminister Kai Klose: „Die Situation ist sehr ernst, besonders in Frankfurt“

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Handdesinfektion
© Pixabay

Die Zahl der Personen mit nachgewiesener Infektion in Hessen steigt weiter rapide. Das RKI meldet heute 1.730 Neuinfektionen gegenüber 958 gestern. Die sog. Inzidenz (Neuinfektionen/7 Tage/100.000 Einwohner), ein wichtiger Gradmesser für das Infektionsgeschehen, hat sich innerhalb weniger Tage erheblich erhöht und ist besonders in Frankfurt am Main sprunghaft von gestern 134,9 auf heute mehr als 176,1 gestiegen. Sozial- und Gesundheitsminister Kai Klose appelliert eindringlich an die Bevölkerung, sich aktiv an der Bekämpfung des Virus zu beteiligen: „Das Virus kann ohne uns nicht existieren und sich verbreiten. Deshalb ist unser Verhalten der Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemie. Bitte reduzieren Sie Ihre Kontakte – unabhängig von dem, was erlaubt ist – auf das Nötigste. Tragen Sie so dazu bei, dass sich das Virus nicht noch weiterverbreiten kann! Die Situation ist sehr ernst, das gilt für ganz Hessen, insbesondere für die Ballungsräume und die Stadt Frankfurt – angesichts der Mobilitätsbeziehungen in Rhein-Main gibt es hier eine besondere Verantwortung.“

Die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen unverzüglich umsetzen

Gleichzeitig fordert der Minister alle Landkreise und kreisfreien Städte auf, die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen unverzüglich umzusetzen: „Das Präventions- und Eskalationsstufenkonzept ist eine rechtsverbindliche Weisung an die Kommunen, um die Bevölkerung zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Es definiert einen Rahmen und ein Mindestmaß, über das hinausgegangen, das aber nicht unterschritten werden darf“, so Klose. „Einige Kommunen haben umgehend und vorbildlich gehandelt, andere haben bisher nicht entsprechend entschieden. Wir erwarten angesichts der Dynamik der Situation von allen Städten und Landkreisen, dass die Maßnahmen des Eskalationsstufenkonzepts jeweils umgehend in geltendes Recht umgesetzt werden und auch für deren Einhaltung gesorgt wird. Das betrifft insbesondere die Einschränkungen von Kontakten (max. 5 Personen oder zwei Hausstände), die Einschränkung von Veranstaltungen und eine restriktive Auslegung der Ausnahmegenehmigungen sowie die Ausweitung der Maskenpflicht, die sich als besonders wirksame Maßnahmen erwiesen haben.“

Die im Eskalationskonzept beschriebenen Maßnahmen sind für die Landkreise und kreisfreien Städte bindend. Sie müssen durch die zuständigen Gesundheits- und Ordnungsbehörden vor Ort umgesetzt werden. „Sollte das nicht kurzfristig geschehen, werden wir die weiteren aufsichtsrechtlichen Instrumente anwenden müssen“, stellt Minister Klose klar. Angesichts weiter steigender Infektionszahlen hat das hessische Corona-Kabinett am 19.10.2020 das bestehende und gut eingespielte Eskalationskonzept fortgeschrieben und um weitere Maßnahmen ergänzt.

Informationen sind auch online abrufbar.

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