Flughafen Frankfurt

Verspätungsflüge deutlich gesunken

Die Zahl verspäteter Starts und Landungen zwischen 23 und 24 Uhr am Frankfurter Flughafen hat sich im vergangenen Jahr deutlich verringert.

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Flugzeug im Landeanflug
© Jürgen Effner

Mit 602 Landungen und 432 Starts lag das Niveau deutlich unter dem des Jahres 2018 (1054 Landungen und 496 Starts) und auch niedriger als 2017 (704 Landungen und 440 Starts). Im Jahr 2019 erfolgten etwa 27 Prozent der verspäteten Anflüge ab 23 Uhr durch Ryanair, 19 Prozent durch die Lufthansa, 17 Prozent durch Condor sowie 16 durch TUIFly. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch mit.

Erfolg für Fluglärmschutz

„Die Fluggesellschaften haben nach dem chaotischen Sommer 2018 reagiert und Flüge teilweise vorverlegt beziehungsweise Ersatzflugzeuge und Crews in Bereitschaft gehalten. Das ist auch ein Erfolg des beharrlichen Vorgehens der Fluglärmschutzbeauftragten und der hessischen Luftaufsicht“, sagte der Minister. „Nachlässigkeit gegenüber dem Nachtflugverbot wird nicht geduldet. Wir werden den Druck daher weiterhin hochhalten.“

Am Flughafen Frankfurt gilt zwischen 23 Uhr und 5 Uhr ein sechsstündiges Verbot geplanter Flugbewegungen. Verspätete Maschinen dürfen jedoch noch bis 24 Uhr landen, sofern die Verspätung sich nicht aus der Flugplangestaltung ergibt. Starts sind bis 24 Uhr zulässig, wenn der Grund der Verspätung außerhalb des Einflussbereichs der Airline liegt; anders als Landungen bedürfen sie jeweils einer Einzelgenehmigung.

Verspätete Landungen fast halbiert

Die Zahl der Verspätungsstarts reduzierte sich im Vergleich zum Jahr 2018 von 496 auf 432, die Zahl verspäteter Landungen fiel von 1054 auf 602 – fast eine Halbierung. Wie bereits in den Vorjahren häuften sich auch 2019 die Verspätungen in den Sommermonaten, da es in dieser Jahreszeit nicht nur mehr Flugverkehr, sondern inzwischen auch mehr extreme Wetterereignisse wie Gewitter und Starkwind gibt als im Winterhalbjahr. Allein auf die Monate Juni bis August entfielen mehr als die Hälfte der Verspätungsstarts (269). „Auch hier macht sich die Klimaerwärmung bemerkbar“, sagte der Minister. „Waren früher Schnee und Eis die häufigsten Gründe für Ausnahmegenehmigungen, sind es inzwischen Sommergewitter.“

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