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Geflüchtete in Hessen

Verbraucherschutz für Flüchtlinge übertrifft die Erwartungen

Ministerin Priska Hinz dankt Verbraucherverbänden: 320 Termine im Jahr 2017

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Einkaufswagen im Supermarkt
Einkaufswagen im Supermarkt
© Matty Symons / Fotolia.com

Die hohe Nachfrage nach Information und Beratung in Verbraucherrecht und Hauswirtschaft für Geflüchtete in Hessen ist ungebrochen. „Unsere Beratungsangebote sind eng auf die Bedürfnisse Geflüchteter entwickelt worden. Ich freue mich darum sehr, dass diese Angebote auch so rege nachgefragt werden“, teilte Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden mit. Die beiden Partnerorganisationen des Verbraucherschutzministeriums – das DHB – Netzwerk Haushalt und die Verbraucherzentrale Hessen – haben von Januar bis Dezember 2017 im Rahmen des Projekts „Verbraucherkompetenz und Haushaltskompetenz für Flüchtlinge“ landesweit 320 Veranstaltungen durchgeführt. Dabei wurden 4.800 Geflüchtete erreicht. Außerdem seien 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sowie Ehrenamtliche geschult worden, die als Multiplikatoren auf Verbraucherfallen hinweisen sollen.

Geflüchtete sollen in Hessen einen guten Start haben

Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen bei weitem. „Hessen hat damit in Deutschland Maßstäbe gesetzt. Zu Beginn des Projekts war dieser durchschlagende Erfolg nicht absehbar. So erreichen wir das Ziel, Flüchtlinge wirksam vor Betrug und Abzocke zu schützen und ihnen eine gute Grundlage beim Haushalten in der eigenen Wohnung zu geben“, erklärte die Ministerin. Sie würdigte besonders die hessischen Verbraucherverbände. „Ohne den riesigen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verbraucherzentrale und DHB – Netzwerk Haushalt wäre die große Aufgabe nicht zu stemmen.“ Geflüchtete sollen in Hessen einen guten Start haben und nicht über den Tisch gezogen werden. Das Land reicht deshalb allen eine helfende Hand, die als Neuankömmlinge nach Orientierung suchen.

Hinz: „In vielen hessischen Verbraucherberatungsstellen gibt es spezielle Beratungstage. Außerdem werden in der Erstaufnahme sowie in Städten und Gemeinden Informations-Veranstaltungen durchgeführt.“ Um die Zielgruppe mit passgenauen Angeboten zu erreichen, kommen auch eigens geschulte Verbraucherlotsen mit speziellen Sprachkenntnissen zum Einsatz. Sie erteilen Geflüchteten in zwölf Sprachen guten Rat – darunter Arabisch, Persisch, Dari, Urdu und mehrere in Äthiopien und Eritrea gesprochene Dialekte.

Hintergrund

Das Verbraucherschutzministerium hat das Projekt 2016 auf den Weg gebracht. Die Landesregierung finanziert diese Maßnahmen über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 400.000 Euro.

 

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