Ein besonderes Fest in einer besonderen Zeit

Uwe Becker wünscht jüdischen Gemeinden zu Pessach Zuversicht und Glück

03.04.2020Hessische Staatskanzlei

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Pessach
© ungvar / Adobe Stock

„Die derzeitigen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Eindämmung des Coronavirus wirken auch tief in den Ablauf des Pessach-Festes hinein, das in diesem Jahr vom 8. bis zum 16. April gefeiert wird. Der Gottesdienst in den Synagogen fällt aus, der Sederabend kann nicht als gemeinsame Feier in den Gemeinden stattfinden und auch Besuche bei Verwandten, etwa in Israel, sind derzeit nicht möglich. Die Erinnerung an den Auszug der Israeliten aus Ägypten, an das Ende der Sklaverei und die Nähe zu G´tt kann in Anbetracht der notwendigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in diesem Jahr nicht in traditioneller Gemeinschaft stattfinden. Dies macht viele Menschen traurig. Allerdings lässt gerade auch der Anlass des Pessach-Festes den Blick auf eine bessere Zukunft zu, die Hoffnung auf eine Zeit nach Corona und damit auf eine Zeit weckt, in der Religion und Tradition wieder gemeinsam stattfinden werden. Daher wünsche ich den jüdischen Gemeinden in Hessen und den in unserem Land lebenden Jüdinnen und Juden viel Zuversicht und Glück und ein umso intensiveres Feiern dieses hohen Festes“, erklärte heute der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker.

„Gleichzeitig danke ich all jenen, die in den Gemeinden mit großer Kreativität und Einfallsreichtum neue Formate gestalten, um trotz gebotenem körperlichen Abstand der Menschen doch Nähe dadurch schaffen, dass sie etwa über soziale Medien und andere Technologien Gemeinschaft in virtueller Form herstellen. Dies kann sicher nicht alles ersetzen, was ein religiöses Miteinander ausmacht, aber es sorgt dafür, dass Tradition auch in moderneren Formen gewahrt werden kann. Es ist ein besonderes Fest in einer besonderen Zeit und so wie sich die Israeliten einst auf den Weg in die Freiheit machten und eine ganz besondere Nähe zu G´tt erfuhren, sind heute auch Mut und Zuversicht wichtig, um die Herausforderungen des schwierigen Weges dieser Wochen gemeinsam meistern zu können“, so Uwe Becker abschließend.

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