10.02.2019

Tag der Kinderhospizarbeit

Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Es ist wichtig, über den nahenden Tod reden zu können und der Trauer einen Platz mitten im Leben zu geben.“

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Eine Kinderhand
© monopictures / Fotolia.com

Zum bundesweiten „Tag der Kinderhospizarbeit“ am 10. Februar 2019 macht der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, auf die Situation todkranker Kinder und deren Familien aufmerksam und bedankte sich bei allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich in der Sterbebegleitung engagieren. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass es Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die sterbende Kinder und Jugendliche begleiten und damit wertvolle Arbeit für die betroffenen Familien leisten“, betonte Klose. Ziel des Kinderhospiztages ist es, die Inhalte der Kinderhospizarbeit und ihre Angebote bekannter zu machen, Themen wie Sterben, Tod und Trauer zu enttabuisieren und Unterstützer zu finden.

Seit zwölf Jahren machen am 10. Februar eines Jahres bundesweit grüne Bänder auf den Tag der Kinderhospizarbeit aufmerksam. Sie sind ein Symbol der Unterstützung für die Angebote der ambulanten und stationären Kinderhospize für Kinder mit lebensverkürzender Erkrankung und ihrer Eltern. Kinder wie auch Eltern erleben in dieser Situation eine große emotionale aber auch logistische Belastung. Eltern müssen sich um ihre kranken Kind ganz besonders kümmern und verkraften, dass es eine kürzere Lebenserwartung haben wird. Oftmals bekommen auch Geschwister weniger Aufmerksamkeit und leiden doppelt - und das oft mehr, als es den Anschein hat.

Ein wesentlicher Teil der Kinder- und Jugendhospizarbeit

Ambulante Kinder- und Jugendhospizarbeit stellt neben stationären Kinder- und Jugendhospizen einen wesentlichen Teil der Kinder- und Jugendhospizarbeit dar. Um die Versorgung von Kindern mit lebensverkürzender Erkrankung sicherzustellen und ihr Leben in ihren Familien zu unterstützen, hat die Hessische Landesregierung in den vergangenen Jahren mit insgesamt 450.000 Euro den Aufbau von drei regionalisierten Teams der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in Hessen sichergestellt. Dieses Angebot trägt den besonderen Belangen schwersterkrankter Kinder und deren Unterstützung sowie Begleitung Rechnung.

„Das Wohlbefinden von Kindern steht auch im Mittelpunkt der UN-Kinderrechtkonvention. Im Sinne der Kinderrechte setzen viele Haupt- und Ehrenamtliche das Wohl von Kindern an die oberste Stelle und sorgen mit dafür, dass wichtige Themen wie Sterben und schwere Erkrankungen nicht tabuisiert werden“, ergänzte Prof. Dr. Katharina Gerarts, Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte.

„Hanna, Emil und der Friedhof“

Mit der PIXI-Sonderproduktion „Hanna, Emil und der Friedhof“ unterstützt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration Eltern aber auch Großeltern, Kindertageseinrichtungen, die mit Kindern über Sterben, Tod und Trauer sprechen möchten. In der Geschichte gehen Hanna und Emil zusammen auf einem Spielplatz spielen. Ihr Weg führt sie später über einen Friedhof. Dabei stellen sich für die beiden Kinder viele Fragen, die sie an ihre Eltern richten. Bestellt werden kann das PIXI beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (charlotte.durkin@hsm.hessen.de).

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Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
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