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Startup Region Frankfurt Rhein-Main

Die Region Frankfurt Rhein-Main soll sich innerhalb von fünf Jahren zum führenden FinTech-Hub in Kontinentaleuropa sowie einer international anerkannten Tech-Region entwickeln. Auf dieses gemeinsame Ziel haben sich am Donnerstag das hessische Wirtschaftsministerium, Unternehmen und Hochschulen der Region verpflichtet.

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FinTech
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 „Frankfurt Rhein-Main ist die wichtigste Verkehrsdrehscheibe Deutschlands, der bedeutendste Finanzplatz in Kontinentaleuropa und der größte Internetknoten der Welt“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir im TechQuartier in Frankfurt. „Wir haben damit alles, was ein gutes Gründerökosystem benötigt: Perfekte Erreichbarkeit, finanzkräftige Kunden und Highspeed-Internet-Verbindungen.“  Das Frankfurter TechQuartier hat dazu einen Masterplan für die Startup-Region entwickelt und konkrete Maßnahmen erarbeitet, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

„Um als Region auch langfristig attraktiv und ökonomisch leistungsfähig zu bleiben, bedarf es nicht nur einer finanziellen Kraftanstrengung aller Beteiligten, sondern auch einem Bekenntnis zu Unternehmertum und einem gemeinsamen Verständnis für die Dynamiken einer digitalen Gesellschaft“, so Dr. Sebastian Schäfer, Managing Director des TechQuartier. Dr. Thomas Funke, Co-Direktor des TechQuartier: „Ausgangspunkt der Initiative war eine internationale Vergleichsstudie mit 50 anderen Gründerökosystemen, aus der in den letzten Monaten Maßnahmen abgeleitet und für die Region konkretisiert wurden. Die Empirie zeigt, dass sich erfolgreiche Gründerökosysteme nicht über Nacht entwickeln, sondern über viele Jahre entstehen und häufig auf einer gemeinsamen Vision unterschiedlicher Stakeholder aufbauen.“

Der Masterplan umfasst derzeit 20 Maßnahmen aus vier zentralen Bereichen:
Bereich Konkrete Maßnahmen
Talentaktivierung bspw. Praxisangebote an Hochschulen, internationale Austauschprogramme, Mentoren-Programme für Gründer
Förderung von Kooperationen bspw. Netzwerkevents, Startup-Investorenkonferenzen
Zugang zu Finanzkapital bspw. Acceleratoren, Investorenmarketing, staatliche Investitionsfonds
Standortmarketing bspw. neues Webportal Rhein-Main Community, Welcome Package, Ökosystem-Analysen.


Maßnahmen mit Gesamtvolumen bis 20 Millionen Euro 

Insgesamt umfasst der Masterplan Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 15 bis 20 Millionen Euro innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre. Al-Wazir: „Mit der Umsetzung des Masterplans liegt eine große Aufgabe vor uns, die über das Thema FinTech hinausgeht und nur durch breite Unterstützung und enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfolgreich bewältigt werden kann. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen – niemand wird allein gelassen.“ Mit der Veröffentlichung des Masterplanes gehen auch bereits erste Maßnahmen in die Umsetzungsphase.

  • Startup-Accelerator: Das TechQuartier schließt eine mehrjährige Kooperation mit Plug and Play, dem weltweit größten Startup-Accelerator aus dem Silicon Valley. Mit diesem starken Partner soll die größte Multi-Corporate Innovationsplattform in Europa entstehen. Das Ziel ist es, zahlreiche Banken und Finanzdienstleister für das gemeinsame Programm zu begeistern, vielversprechende Technologien nach Frankfurt zu holen und mit der Finanzbranche zu verschmelzen. Startups erhalten damit die einmalige Möglichkeit, ihre Geschäftsidee mit Unterstützung namhafter Unternehmen und Partner zu marktreifen Produkten weiterzuentwickeln.
  • Investorenmarketing: Vermarktung der Erfolgsgeschichten der Region mit gezielter Ausrichtung auf Investoren sowie direkte Vernetzung der hiesigen Startups mit nationalen und internationalen Investoren. 
  • Ökosystem-Profiling: Die Goethe Universität führt gemeinsam mit dem TechQuartier eine globale Wettbewerbsanalyse durch, um die Erfolgsfaktoren für die Startup-Region zu identifizieren und den Masterplan passgenau weiterzuentwickeln. Passenderweise wurde die sechsstellige Summe für die Studie vom Goethe Alumnus Yi Shi bereitgestellt, der heute als erfolgreicher Unternehmer zwischen Shanghai und San Francisco pendelt.  
  • Web-Portal: Aufbau einer Website, die als zentrale Online-Plattform für die FinTech- und Startup-Wirtschaft der Region dient. Aufgabe der Plattform ist es, Informationen über Aktivitäten der Akteure und Möglichkeiten im Ökosystem zugänglich zu machen. Dies umfasst den Zugang zu Kapital, Netzwerken und Talenten, CoWorking Spaces, Forschungsinfrastruktur und anderen Standortangeboten.
  • Mehr Kapital für Startups: Mit der Beteiligungsgesellschaft Hessen Kapital III unterstützt das Land Hessen kleine und mittlere Unternehmen in der Start- und Wachstumsphase, insbesondere Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Hessen Kapital III (EFRE) stellt 33,5 Mio. Euro zur Verfügung, die je zur Hälfte aus dem Landeshaushalt und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stammen.

Innovative Unternehmensgründungen in ganz Hessen vorantreiben

Al-Wazir: „Die Entwicklung der FinTech- und Startup-Region ist auch von hohem öffentlichen Interesse. Maßnahmen wie Talententwicklung, Vermarktung der Region sowie die Projektkoordination und -steuerung des Masterplans sind Aufgaben, bei denen sich die öffentliche Hand und auch die Hochschulen einbringen müssen und wollen.“ Neben der finanziellen Förderung des zentralen Infoportales „Rhein-Main Community“ beabsichtigt das Hessische Wirtschaftsministerium, sich auch an der Finanzierung des Projektmanagement-Teams zur Umsetzung des Masterplanes zu beteiligen. „Darüber hinaus wollen wir als Land aber auch die Entwicklung innovativer Unternehmensgründungen in ganz Hessen vorantreiben. Der Masterplan wird uns auch bei dieser Aufgabe von enormem Nutzen sein“, so Al-Wazir. 

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