„Freiwilliges Soziales Schuljahr Hessen“

Stadt und Landkreis Kassel erhalten jeweils 75.000 Euro Fördermittel

14.04.2021Hessische Staatskanzlei

Staatsminister Wintermeyer: „Das Projekt trägt zur Gewinnung von Ehrenamtsnachwuchs für Vereine bei und stärkt die sozialen Bindungen im ländlichen Raum.“

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Jugendliche sitzen nebeneinander.
© anatoliycherkas – stock.adobe.com

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie bedeutend ehrenamtliches Engagement ist. Eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn es Menschen gibt, die sich für andere einsetzen. Umso wichtiger ist es, Nachwuchs zu generieren und junge Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. Mit dem Förderprogramm „Freiwilliges Soziales Schuljahr Hessen“ unterstützt die Hessische Landesregierung die Nachwuchsgewinnung für das Ehrenamt in Landkreisen und kreisfreien Städten. Der Landkreis Kassel und die Stadt Kassel werden ab April mit einer Förderung in Höhe von jeweils 75.000 Euro über drei Jahre in ihren Bemühungen, Jugendliche für das Ehrenamt zu begeistern, unterstützt. Das hat der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, in Wiesbaden erklärt. „Ehrenamtliches Engagement ist der Kit unserer Gesellschaft. Die Jugend hierfür zu begeistern, ist für ein funktionierendes gesellschaftliches Zusammenleben auch künftig von großer Bedeutung. Das wollen wir fördern“, unterstrich Wintermeyer.

Ehrenamtliches Engagement junger Menschen fördern, weiterentwickeln und stärken

Mit dem Projekt „Freiwilliges Soziales Schuljahr Hessen“ soll das ehrenamtliche Engagement junger Menschen gefördert, weiterentwickelt und gestärkt werden. Ziel ist es, Jugendliche darin zu unterstützen, sich nicht nur kurzfristig und projektbezogen einzusetzen, sondern auch über einen längeren Zeitraum hinweg Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Die Teilnahme am Freiwilligen Sozialen Schuljahr ist für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren möglich. Vorbild für das Freiwillige Soziale Schuljahr ist das bereits seit einigen Jahren erfolgreich durchgeführte Projekt im Werra-Meißner-Kreis.

„Das Freiwillige Soziale Schuljahr Hessen hat vielerlei positive Wirkungen. Schülerinnen und Schüler lernen hierbei, Verantwortung zu übernehmen. Sie können Zufriedenheit erfahren, wenn sie sich in den Dienst anderer stellen. Das ist sehr bereichernd. Zudem trägt das Projekt zur Gewinnung von Ehrenamtsnachwuchs für Vereine bei und stärkt die sozialen Bindungen im ländlichen Raum“, betonte Wintermeyer. Feste Strukturen durch wöchentlich feste Zeiten des Engagements könnten zudem zu einer Strukturierung des Lebensalltags der Schülerinnen und Schüler beitragen. Das sei gerade in Zeiten des Homeschoolings und der eingeschränkten Freizeitaktivitäten besonders wertvoll, so Wintermeyer. Der Staatsminister bedankte sich bei der Stadt und dem Landkreis Kassel dafür, dass sie sich gerade in Zeiten der Pandemie einer so wichtigen Aufgabe annehmen und für die Projekt-Durchführung entschieden hätten.

Projektvorbereitungen laufen

Ab Ende April 2021 wird das Freiwillige Soziale Schuljahr Hessen, welches erstmalig mit dem neuen Schuljahr im Spätsommer starten soll, in der Stadt Kassel vorbereitet. Das Land unterstützt das Projekt mit 75.000 Euro. Weitere 75.000 Euro finanziert die Stadt Kassel. Schülerinnen und Schüler ab den 8. Klassen sollen ab Sommer 2021 dann ein freiwilliges Engagement in einer Einrichtung aufnehmen können. In gemeinsamer Kooperation zwischen der Stadt Kassel, dem Staatlichen Schulamt sowie dem Freiwilligenzentrum Freiwillig in Kassel! e.V. sollen Schulen mit entsprechenden Maßnahmen angesprochen und geworben werden sowie entsprechende Einsatzstellen für die Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Sport, Soziales, Kultur, Umwelt, Bildung und Rettung gefunden werden. Die Schülerinnen und Schüler werden während ihres Praktikums begleitet und erhalten am Endes des Jahres ein entsprechendes Zertifikat.

Der Landkreis Kassel wird ebenfalls ab Ende April mit der Vorbereitung des Freiwilligen Sozialen Schuljahres beginnen und gemeinsam mit dem Freiwilligenzentrum Freiwillig in Kassel! e.V. Schulen für das Projekt über die Sozialen Medien, Plakate, Flyer und persönliche Gespräche werben. Zudem werden die Kooperationspartner Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren mit und ohne Handicap für den Einsatz begeistern und diese sowohl bei der Auswahl von Einsatzstellen sowie bei Fragen und Problemen während des Einsatzes begleiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen freiwillig wöchentlich mindestens zwei Stunden in einer ehrenamtlichen Einsatzstelle mithelfen. Diese können sie selbst vorschlagen oder Bereiche nennen, in denen sie eingesetzt werden wollen. Belohnt wird ihr Engagement am Ende mit einem Zertifikat. Wie die Stadt Kassel finanziert auch der Landkreis Kassel das Projekt mit 75.000 Euro. Weitere 75.000 Euro kommen vom Land.

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