Aktion

Sicherheitstag in fünf Ländern

img_2763.jpg

Polizei
© HMDIS

Am morgigen Freitag werden in fünf Bundesländern Polizistinnen und Polizisten verstärkt Präsenz im öffentlichen Raum zeigen und Kontrollen durchführen. In Hessen beteiligen sich alle sieben Polizeipräsidien an der Aktion. Insgesamt sind mehr als 650 hessische Polizeivollzugsbeamte im Einsatz. Die Maßnahmen finden anlässlich des dritten länderübergreifenden Sicherheitstags im Rahmen der Kooperation zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen statt.

„Auch, wenn Hessen zu den sichersten Bundesländern in Deutschland gehört und die Bürgerinnen und Bürger auf unseren Straßen so sicher wie nie zuvor sind, dürfen wir uns nicht auf den Erfolgen der letzten Jahre ausruhen. Neben abseits der Öffentlichkeit laufenden Ermittlungen der hessischen Polizeibeamtinnen und -beamten werden unsere Bemühungen durch regelmäßige öffentlichkeitswirksame Aktionen der hessischen Polizei unterstrichen. Der dritte länderübergreifende Kontrolltag hat zum Ziel, den Druck auf Kriminelle im öffentlichen Raum hoch zu halten. Durch ein bürgernahes Auftreten der hessischen Polizei an öffentlichen Plätzen und Wegen sowie im Straßenverkehr soll auch das Sicherheitsgefühl der hessischen Bevölkerung bewusst gestärkt werden“, betonte Innenminister Peter Beuth.

Dritter länderübergreifender Aktionstag erhöht Fahndungsdruck         

Der dritte länderübergreifende Kontrolltag ist Teil eines Maßnahmenbündels, das passgenau erarbeitet wurde. Durch intensive Kontrollen wollen die Bundesländer gemeinsam Straftaten und Sicherheitsstörungen im öffentlichen Raum reduzieren, den Fahndungsdruck insbesondere auf überregional agierende Straftäter erhöhen. Schwerpunkte der Kontrollmaßnahmen der hessischen Polizei sind öffentliche Plätze, beispielsweise Bushaltestellen oder szenetypische Treffpunkte. Auch lageangepasste offene und verdeckte Maßnahmen werden durchgeführt. Neben einer hohen Anzahl von Präsenzstreifen in den Kommunen werden Verkehrskontrollen sowie Kontrollen der Raser- und Poserszene durchgeführt. Darüber hinaus wird die hessische Polizei Präventionsgespräche zu Trick- und Taschendiebstahl anbieten sowie über typische Straftaten zum Nachteil von älteren Menschen aufklären. Mehr als 650 Polizeibeamtinnen und -beamte werden am Freitag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz sein. Die Polizeipräsidien werden den Sicherheitstag über ihre Social-Media-Kanäle begleiten.

Straßenkriminalität im 20-Jahres-Vergleich halbiert

Die Straßenkriminalität konnte dank konsequenter Polizeiarbeit in den letzten 20 Jahren in Hessen drastisch verringert werden: Die Fallzahl hat sich seitdem fast halbiert (2000: 110.407; 2019: 58.641), während sich die Aufklärungsquote nahezu verdoppelt hat (2000: 13,4 Prozent; 2019: 23,2 Prozent). In die Kategorie Straßenkriminalität fällt eine Vielzahl von Delikten, die im öffentlichen Raum begangen werden. Beispielsweise wurden bereits im vergangenen Jahr deutlich weniger Diebstähle verzeichnet: Fast 10.000 [9.904] Delikte weniger als im Vorjahr. Während 2018 noch 117.445 Fälle registriert wurden, waren es im letzten Jahr nur noch 107.541.

Künftig sorgen über 16.000 Polizisten für Sicherheit in Hessen

Die Hessische Landesregierung hat mit den Sicherheitspaketen I, II und III in den vergangenen Jahren massiv in zusätzliches Personal für die hessische Polizei investiert. 2025 werden landesweit über 16.000 Polizistinnen und Polizisten für die Sicherheit der Menschen auf den Straßen und öffentlichen Plätzen unterwegs sein, wovon alle Polizeidienststellen des Landes und damit die Bürgerinnen und Bürger profitieren werden. Dies ist im Vergleich zu 2014 ein historisches Stellenplus von rund 18 Prozent.

„Sicherheit ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat deshalb auch höchste Priorität für die Hessische Landesregierung. In den vergangenen Jahren hat das Land die richtigen Weichen gestellt, um Hessen noch sicherer zu machen. Dank unserer historischen Stellenpakete sind heute bereits deutlich mehr Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, um Kriminalität mit mordernster Technik zu bekämpfen. Unsere Schutzleute können sichtbar mehr Präsenz zeigen, um der Bevölkerung als Freund und Helfer zur Seite zu stehen und das Sicherheitsgefühl weiter zu stärken“, so Innenminister Peter Beuth.

Hintergrund

Seit 2016 besteht zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz eine Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruch-kriminalität. Als wichtiger Teil einer ganzheitlichen Strategie hat diese länderübergreifende Zusammenarbeit zu den bisherigen Fahndungs- und Ermittlungserfolgen in diesem Deliktsfeld beigetragen. Über die Landesgrenzen hinweg waren die Fallzahlen des Wohnungseinbruch-diebstahls in den vergangenen beiden Jahren deutlich zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund hatten sich die Polizeiführungen der beteiligten Länder darauf verständigt, die etablierte und erfolgreiche Zusammenarbeit auf den Bereich der Sicherheit im öffentlichen Raum auszuweiten. Die Innenminister aus Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen haben daher im Juni 2019 die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit und Kooperation um ein weiteres Aufgabenfeld erweitert.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Michael Schaich
Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
+49 611 353 1607
+49 611 353 1608
pressestelle@hmdis.hessen.de
Schließen