Für mehr Rücksicht in sozialen Medien

Schulprojekt „Respekt digital“ startet

30.03.2017Hessische Staatskanzlei

Landesregierung und LPR Hessen ermuntern Jugendliche zu einem respektvollen Umgang im Internet

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Junge Menschen surfen im Internet
© Syda Productions / Fotolia.com

Die Hessische Landesregierung wirbt im von ihr ausgerufenen „Jahr des Respekts“ mit Aktionen und Projekten für Werte wie Toleranz, Fairness, Anerkennung und Hilfsbereitschaft. Ein Schwerpunkt soll dabei auch auf die neuen Medien gelegt werden, da  Fake-News und Hass in sozialen Netzwerken mittlerweile alltäglich sind. Um ein Zeichen gegen Respektlosigkeit im Netz zu setzen, startet die Landesregierung gemeinsam mit der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) das Projekt „Respekt digital“. Ab sofort können sich hessische Schulklassen der Sekundarstufe II bewerben.

Für einen respektvolleren Umgang in den sozialen Medien

Nahezu alle Jugendlichen tauschen sich heute regelmäßig über soziale Medien aus. Sie lernen dabei auch die Schattenseiten kennen: persönliche Beleidigungen bis hin zu Cybermobbing, Hasskommentare, falsche Nachrichten und gezielte Stimmungsmache. „Diese Negativphänomene gibt es in allen Altersgruppen, Jugendliche trifft dieser Gegenwind aber besonders hart. Gefahren lauern durch verletzende Kommentare im Schutz der Anonymität ebenso wie durch verdeckte oder offene Beeinflussung von extremistischen und populistischen Meinungsmachern. Deshalb wollen wir in einem Kooperationsprojekt jugendliche Internetnutzer in medienpädagogischen Workshops ins Gespräch bringen und Vorschläge sowie Motive erarbeiten lassen, die für einen respektvolleren Umgang in den sozialen Medien werben“, sagte der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Medienbeauftragte der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer.

„Jugendliche wissen oft nicht, was sie mit Hasstiraden im Netz auch in der realen Welt anrichten“, so LPR-Hessen Direktor Joachim Becker. „Indem ihnen die Konsequenzen von Mobbing und Ablehnung nicht nur im Hinblick auf die Gesellschaft, sondern auch auf ihre ganz persönliche Lebenswelt aufgezeigt werden, wird das Thema für sie greifbar und zugänglich.“ Ziel sei, dass die Schülerinnen und Schüler eine für ihre Altersgruppe geeignete Ansprache und Motive entwickeln, um für mehr Respekt im Netz zu werben.

Zum Programm:

Das viertägige Projekt besteht in der ersten Phase aus einer zweitägigen Medienbildung und zwei Tagen praktischer Medienproduktion. Hierbei lernen die Jugendlichen unter Anleitung von Medienprofis die Auswirkungen von Hetze und Hass im Internet kennen und erstellen auch eigene Medienproduktionen. Diese werden im Anschluss über die Online-Kanäle der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ verbreitet. 

Kontakt für Pressevertreter

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Hessische Staatskanzlei
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