Regionallastenausgleich

Raunheim erhält Ausgleich für Fluglärm

Die Gemeinde erhält insgesamt 469.000 Euro, die in Bildung und Integration investiert werden sollen.

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Fluglärmmessung
© Fraport AG

Die Stadt Raunheim erhält 469.000 Euro nach dem Regionallastenausgleichsge­setz für besonders stark von Fluglärm belastete Kommunen. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Dienstag mit.  

Mit dem Geld will die Stadt Personalkosten für 16 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher in Kitas finanzieren. Dadurch sollen die Kinder individueller und intensiver gefördert werden. Ein Teilbetrag ist für Sprachentwicklung und -förderung von Kindern und Eltern mit Migrationshinter­grund sowie für Integrations- und Alphabetisierungskurse für Eltern vorgesehen. Weiterhin sollen Unterstützungs-, Beratungs- und Coaching-Angebote für Familien finanziert werden. 

Verteilung der Ausgleiche nach festem Schlüssel

Mit dem Regionallastenausgleichsgesetz stellt das Land Hessen jährlich 4,5 Millionen Euro bereit für Städte und Gemeinden im Umfeld des Frankfurter Flughafens. Das Geld stammt aus den Dividendeneinnahmen des Landes für dessen Fraport-Aktien und kann unter anderem zur Einrichtung und Unterhaltung öffentlicher Freizeit- und Ruhezonen, für Kinder- und Jugendbetreuung oder in den Bereichen „Bildung“ und „Soziales“ eingesetzt werden. 

Die Mittel werden nach einem festen Schlüssel verteilt, der sich daran orientiert, wie stark eine Kommune von Fluglärm belastet ist und wie viele ihrer Einwohnerinnen und Einwohner betroffen sind. Raunheim stehen für die Jahre 2017 bis 2021 jeweils 469.000 Euro zu, die Mittel für 2021 wurden jetzt abgerufen.

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