Auszeichnung

Preis für nachhaltiges Kino 2020 geht an das Capitol Kino in Witzenhausen

Bundesweit einmalige Auszeichnung würdigt nachhaltige Konzepte

Das Capitol Kino Witzenhausen bekommt den Hessischen Preis für nachhaltiges Kino 2020. Zudem hat die Jury Würdigungen für vier weitere Kinos in Nidda, Weiterstadt, Wolfhagen und Offenbach ausgesprochen. Die hessische Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn vergab den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten, bundesweit einzigartigen Preis am Mittwoch in einer aus den Bali-Kinos in Kassel übertragenen Online-Preisverleihung.

Klimafreundlich von Mobilität bis Stromversorgung

„Schon zum vierten Mal würdigen wir mit dem Preis den Einsatz für Nachhaltigkeit in der ganzen Breite: ökologisch, ökonomisch, sozial und kulturell. Das erfüllt das Capitol Kino ganz beispielhaft: Schon seit seiner Gründung 1927 versteht es sich als Beitrag zur Kultur der Region und zur Filmkunst im Werratal“, erklärt Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Von klimafreundlicher Mobilität mit Fahrradstellplätzen und Mitfahrbank über die Energieversorgung aus Ökostrom, neuerdings auch mit eigener Photovoltaikanlage, bis zu fair gehandelten Lebensmitteln aus ökologischem Anbau und nachhaltigem Banking engagiert sich das Kino ganzheitlich in allen Handlungsfeldern des Nachhaltigkeitspreises.“ Als Hauptpreisträger dürfen sich die Betreiber des Capitol Kinos nach 2016 zum zweiten Mal über eine Prämierung in Höhe von 5.000 Euro freuen.

Preis zum vierten Mal vergeben

In Zusammenarbeit mit dem Film- und Kinobüro Hessen vergibt das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst den Preis bereits zum vierten Mal. Bundesweit hat sich bislang keine vergleichbare Auszeichnung etabliert. Die Jury aus Lucie Morvan (Yorck-Kinogruppe Berlin), Korina Gutsche (BLUECHILDFILM Potsdam), Erwin Nikola Rajkovcanin (Schauburg Dortmund) und Peter Link (Kommunales Kino Weitwinkel Singen) beriet über 15 Bewerbungen. Den Kinos stand auch in diesem Jahr das Frankfurter Unternehmen „Lust auf besser leben gGmbh“ beratend zur Seite.

„Die Einreichungen decken die Kinoszene in ihrer ganzen Bandbreite ab: Programmkinos, kommunale Kinos, Multiplexe und Landkinos, von denen sich einige erstmals beworben haben. Dies ist sehr erfreulich, gerade in einer Zeit, in der der Coronavirus die Kinos vor allergrößte Probleme stellt. Nachhaltigkeit ist kein Luxusthema, sondern dazu geeignet, die Kinos zukunftsfähig zu machen“, betont Erwin Heberling, Geschäftsführer des Film- und Kinobüro Hessen.

Würdigungen sind erstmals auch dotiert

Erstmals sind neben dem Hauptpreis auch die Würdigungen dotiert. Das Cinema Kino Wolfenhagen erhält 1.500 Euro. Die Kombination von Programmkino, Open-Air-Highlights und eine ganzjährige Vielfalt an Kunst- und Kulturveranstaltungen sorgt das Kino für Wertschätzung in der Bevölkerung. 100 Prozent Ökostrom gezeigt, LEDs und Abwärmenutzung des Projektors sorgen für Resourceneffizienz. Das Hafenkino in Offenbach (1.500 Euro) weist als integraler Bestandteil des sozio-kulturellen Zentrums Hafen 2 ein vorbildliches Personalmanagement auf; sein kuratiertes Filmprogramm sticht durch Schulkinowochen und Filmfestivals hervor. Der Kinobetrieb erfolgt durch Ökostrom und eigene Photovoltaikanlage. Beim Lumos Lichtspiel & Lounge der Quantum Kino GmbH aus Nidda (1.000 Euro) lobte die Jury das TÜV Energieaudit 2019 und moderne Mobilitätsoptionen. Das Kommunale Kino in Weiterstadt (1000 Euro) trägt seit Jahren mit Kooperationen und vernetzter Kinokulturarbeit zur Verständigung zwischen den Generationen bei und hebt relevante gesellschaftliche Themen auf die Agenda, von kirchlichen bis zu Queer-Kontexten.

Preisverleihung online abrufbar

Die Preisverleihung ist noch bis zum 8. Juli auf der Webseite des Film- und Kinobüro Hessen (www.film-hessen.de) abrufbar. Dort stellt das Film- und Kinobüro Hessen, das den Preis für nachhaltiges Kino konzipiert und in der hessischen Kinobranche verankert hat, die Best-Practice-Beispiele allen Kinos zur Verfügung.

Mit Fragen wenden Sie sich bitte an Tobias Hüser, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Film- und Kinobüro Hessen e.V., 0172-9859170

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Volker Schmidt
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
+49 611 32 32 30
+49 611 32 32 99
pressestelle@hmwk.hessen.de
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