Ergänzung zum DigitalPakt

Notebooks und Tablets für mehr Bildungsgerechtigkeit

26.06.2020Hessisches Kultusministerium

Bund, Land und Kommune investieren gemeinsam in digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler

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Notebooks und Tablets für mehr Bildungsgerechtigkeit
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, die Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, und der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Marian Zachow, haben heute im Medienzentrum in Kirchhain gemeinsam und im Vorgriff auf das Bundesprogramm Endgeräte an Schülerinnen und Schüler der Martin-von-Tours-Schule Neustadt übergeben.
© HKM

In der Zeit der Schulschließungen konnten wegen unzureichender Ausstattungen in ihren Elternhäusern nicht alle Kinder und Jugendlichen gleich gut am Distanzunterricht teilnehmen. Um diese Schülerinnen und Schüler gezielt zu unterstützen, haben sich Bund und Länder deshalb in Ergänzung zum DigitalPakt auf ein Sofortausstattungsprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro zur Anschaffung von schulgebundenen Notebooks und Tablets verständigt. Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, die Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, und der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Marian Zachow, haben heute im Medienzentrum in Kirchhain gemeinsam und im Vorgriff auf das Bundesprogramm Endgeräte an Schülerinnen und Schüler der Martin-von-Tours-Schule Neustadt übergeben.

„Die Corona-Pandemie hat uns noch einmal eindrücklich gezeigt, wie wichtig eine zeitgemäße digitale Ausstattung für den Lernerfolg unserer Schülerinnen und Schüler und die Bildungsgerechtigkeit im Schulsystem ist“, erklärte Kultusminister Lorz. „Mit dem Digitalpakt haben wir einen großen Schritt gemacht, und mit dem Zusatzprogramm nehmen wir jetzt all jene Schülerinnen und Schüler in den Blick, die auf diesem Weg eine besondere Unterstützung benötigen.“

„Digitale Chancengerechtigkeit ermöglichen"

Digitalministerin Sinemus betonte: „Digitalisierung gelingt, wenn alle an einem Strang ziehen: Bund, Land, Kommunen und Kreise. Hierbei haben wir im Bildungsbereich die gesamte Schülerschaft im Blick, das Thema Chancengleichheit wird in Hessen aktiv gelebt. Wir werden aus der Corona-Krise heraus durch massive Förderungen positive Perspektiven entwickeln. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die digitale Verstärkung für unsere Schülerinnen und Schüler ein anderes Lernen in der Zukunft bedeutet. Wir wollen das Beste aus beiden Welten: Digital und analog – beides ist notwendig und wichtig.“

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf darf sich über 980.000 Euro freuen, die Stadt Marburg erhält insgesamt 610.000 Euro. Die beiden Kommunen wollen das Geld dafür verwenden, den Pool der zur Verfügung stehenden digitalen Endgeräte zu erneuern. Der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises, Marian Zachow, zeigte sich erfreut über die Unterstützung von Bund und Land und erklärte: „Als vermutlich einer der ersten Landkreise in Deutschland hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf gleich zu Beginn der Pandemie ein Leihprogramm mit schulischen Geräten als eine Art ‚Bildungspakt 2.0‘ gestartet. Ziel war es, die digitale Chancengerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Dass Bund und Länder jetzt ein ähnliches Programm starten, das genauso flexibel und unbürokratisch ist wie unseres, freut uns sehr und ist ein wichtiger Schritt, um die Digitalisierung der Klassenzimmer voranzutreiben.“ In den Schulen wolle man von Anfang an ein Verständnis für die immer stärkere Verzahnung von analoger und digitaler Welt vermitteln. „Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei nicht nur Gäste, sondern Mitbewohner der digitalen Welt sein, in der sie aktiv an der Digitalisierung teilhaben und sie mitgestalten können. Dazu braucht es digitale Chancengleichheit“, so Zachow. Keine Schülerin und kein Schüler dürfe wegen des Einkommens der Eltern bei der digitalen Teilhabe benachteiligt werden.

Hintergrund

Von den zusätzlichen 500 Millionen Euro des Bundes entfallen auf Hessen 37 Millionen Euro, die das Land aus Eigenmitteln um 13 Millionen Euro aufstocken wird, sodass für die Anschaffung digitaler Endgeräte in Hessen insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Mit den zusätzlichen Landesmitteln können die Schulträger Endgeräte für Schülerinnen und Schüler beschaffen oder technische Supportmaßnahmen für Schulen finanzieren.

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