Corona-Schutzmaßnahmen

Neuerungen bei den Impfterminen

Aktuelle Daten, Zahlen und Fakten zu den Terminvereinbarungen bei den Corona-Schutzimpfungen.

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Eine ältere Dame mit Schutzmaske erhält eine Impfung.
© Rido – stock.adobe.com

Alle Angehörigen der ersten Priorisierungsgruppe nach der bundesweit geltenden Impfverordnung, können in Hessen seit Mittwoch, 3. Februar 2021, ihre persönlichen Termine zur Schutzimpfung gegen das Corona-Virus in landesweit 28 Impfzentren vereinbaren. Seit Mittwoch haben dies bereits rund 150.000 Personen getan. Nach dem großen Andrang am Mittwoch, als sich innerhalb eines Tages rund 100.000 Menschen einen Termin gebucht hatten und stündlich bis zu 10.000 Termine über die Hotline oder das Online-Anmeldeportal vereinbart wurden, hat der Ansturm auf die Termine am Donnerstag und auch heute deutlich nachgelassen. Am Donnerstag wurden noch bis zu 4.000 Termine pro Stunde vereinbart. Bis Donnerstagmitternacht waren somit rund 138.000 Termine gebucht. Heute waren es bislang etwa 11.000 Termine, so dass bis 14 Uhr seit Mittwoch insgesamt genau 148.771 Termine vereinbart wurden.    

Über die Hotline und das Online-Anmeldeportal können Personen aus der höchsten Priorisierungsgruppe weiterhin Termine vereinbaren. Jeder aus dieser Priorisierungsgruppe kann einen Termin erhalten. Nach dem großen Andrang am ersten Tag der Terminvergabe für die 28 Impfzentren haben sich bereits seit gestern die Wartezeiten deutlich reduziert.

Seit heute sind auch Paar-Termine buchbar

Seit heute Morgen können Paare die neue Funktion der Paar-Termin-Buchung nutzen und so mit einem Anruf bei der Hotline bzw. innerhalb eines Anmeldevorgangs im Online-Portal zugleich zwei Termine für sich und ihren Partner buchen. Mit der neuen Funktion ist es dann möglich, dass ein Paar in einem Buchungsvorgang zwei Impftermine in einem Zeitraum von 30 Minuten erhält, also bspw. eine Person um 08:00 Uhr, die andere um 08:30 Uhr. Sollten aufgrund hoher Nachfragen nicht mehr zwei Termine in einem Zeitfenster von 30 Minuten verfügbar sein, werden alternativ zwei Termine in einem zeitlich breiteren Zeitfenster angeboten. Sollte dieser Terminvorschlag nicht angenommen werden, werden Paartermine an späteren Tagen angeboten.

Barrierefreie Terminbuchung

Der Landesregierung ist der gleichberechtigte Zugang aller Bürgerinnen und Bürger zum Impfterminservice ein wichtiges Anliegen. Um die Barrierefreiheit der Terminbuchung weiter zu verbessern, steht Gehörlosen, die nicht das Online-Portal nutzen können oder wollen, ab sofort auch ein Dokument zum Download bereit, mit dem sie sich per Fax, per E-Mail oder postalisch anmelden können. Das Dokument wurde von der Landesbeauftragten für barrierefreie IT, Prof. Dr. Meyer zu Bexten, erarbeitet und steht auf der Startseite des Online-Portals impfterminservice.hessen.de zum Download bereit. Das Formular wurde darüber hinaus den Behindertenverbänden in Hessen zur Verfügung gestellt. 

Impfungen in Alten- und Pflegeheimen weit fortgeschritten

Insgesamt umfasst die Gruppe der höchsten Priorisierung nach der bundesweit geltenden Corona-Impfverordnung in Hessen rund 550.000 Menschen. Bewohner sowie Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen werden bereits seit 27. Dezember 2020 durch mobile Teams hessenweit geimpft. Mittlerweile sind rund 66 Prozent der Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen mindestens einmal geimpft worden. Die wichtige Zweitimpfung haben dort bereits 35 Prozent erhalten. Krankenhäuser werden von den Impfzentren mit Impfstoffen beliefert; dort impft sich das medizinische Personal ebenfalls seit 27. Dezember 2020 in Eigenregie. Gestartet wurde bei den sieben koordinierenden Covid-19-Kliniken. Dort erhält das Personal, das an Corona erkrankte Personen medizinisch betreut, bereits ihre Zweitimpfungen.

Rund 50.000 wollen zuhause geimpft werden

Die ab 80-Jährigen wurden mit einem Brief der Landesregierung über die Wege zu ihrer Impfung informiert. Darin wurde auch die Möglichkeit für immobile Menschen aufgezeigt, sich zuhause impfen zu lassen. Bislang haben daraufhin mit dem Rückmeldeformular rund 50.000 Personen mitgeteilt, dass sie zuhause geimpft werden möchten. Diese Impfungen können durch mobile Teams erfolgen, nachdem die Alten- und Pflegeeinrichtungen von den mobilen Teams komplett versorgt wurden und dort die Zweitimpfungen erfolgt sind.

Bis zu 300.000 Menschen kommen aktuell für Termine in Frage

Von den rund 550.000 Menschen aus der ersten Priorisierungsgruppe konnten bereits fast 150.000 Frauen und Männer eine Erstimpfung erhalten [mit Stand 4. Februar 2021 sind es genau 147.967]. Darüber hinaus haben sich rund 50.000 mindestens 80-Jährige für eine häusliche Impfung angemeldet. Da das Land Hessen bei den Angehörigen der Priorisierungsgruppe 1 von einer sehr hohen Impfbereitschaft ausgeht, kommen nach aktueller Schätzung bis zu 300.000 Personen für einen Impftermin in dem gestern gestarteten Verfahren in Frage. Es sind im Wesentlichen die Gruppe der mindestens 80-Jährigen sowie Angehörige der ambulanten Pflegedienste, die aktuell Termine für die Impfzentren vereinbaren.

Biontech kommt in Impfzentren, Moderna in Heimen und Kliniken zum Einsatz

Zurzeit stehen in der Bundesrepublik Impfstoffe der Firma Biontech sowie des Herstellers Moderna zur Verfügung. Trotz zuletzt etwas reduzierter Lieferungen von Biontech hat das Mainzer Unternehmen stetige Lieferungen und konkrete Mengen über mehrere Wochen in Aussicht gestellt. Wöchentlich sollen demnach durchschnittlich fast 60.000 Impfdosen des Herstellers nach Hessen geliefert werden. Sie werden fortan ausschließlich den 28 Impfzentren zur Verfügung gestellt. Dabei gilt für Hessen weiterhin: Jede Lieferung wird halbiert, um die notwendige Zweitimpfung sicher garantieren zu können. Geimpft ist, wer beide Dosen erhalten hat.

Bisher hat Hessen 12.000 Dosen der Firma Moderna erhalten. Die nächste Lieferung an das Land mit rund 14.400 Dosen ist für die kommende Woche angekündigt. Ebenfalls ab kommender Woche werden diese hochwirksamen Impfstoffe für Erst- und Zweitimpfungen im Wesentlichen in Alten- und Pflegeheimen eingesetzt.

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