Biomasse

Neue Förderkonditionen für Biomasseanlagen

Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser: „Hessen soll im Jahr 2050 klimaneutral sein. Die energetische Nutzung von Biomasse ist dabei ein Baustein, der beiträgt fossile Energieträger einzusparen, klimaschädliche Emissionen zu vermeiden und gleichzeitig regionale Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum auszubauen.“

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Klimaschutz
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„Wir wollen den Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 vollständig aus erneuerbaren Energien decken. Dieses Ziel hat die Landesregierung im Klimaschutzplan für Hessen festgelegt“, sagte Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im Hessischen Umweltministerium. „Dazu leistet auch die Energiegewinnung aus Biomasse einen wichtigen Beitrag. Deshalb haben wir die Richtlinie für die energetische und stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe überabeitet und die Konditionen, besonders für Kommunen, verbessert“, sagte die Staatssekretärin.

Mit der überarbeiteten Richtlinie wird die bewährte Förderung von Biomassefeuerungsanlagen fortgeführt. Nunmehr wird die Förderung bereits ab einer Anlagengröße von 30 kW, anstelle von bisher 50 kW, gewährt und damit auch auf Anlagen für Gebäude mit niedrigerem Heizbedarf ausgeweitet. Für kommunale Biomassefeuerungsanlagen ab 101 kW wurde die Förderung an die Finanzkraft der jeweiligen Kommune angepasst. Fortan gilt eine durchschnittliche Förderquote von 40 Prozent für Kommunen. Vorher galt eine Förderquote von 30 Prozent für Kommunen sowie private Betreiber. Hinzugekommen ist in der überarbeiteten Richtlinie neben der energetischen Nutzung der Biomasse auch die stoffliche Verwertung von Biomasse, nach Möglichkeit mit mehrmaliger Nutzung der Ressource in Form einer Kaskade. Da dies ebenfalls zur Einsparung fossiler Energieträger und zur Treibhausgasvermeidung beiträgt.

Die Bioenergie macht im Bereich der regenerativen Wärmeerzeugung in Hessen einen Anteil von über 85 Prozent aus. „Gerade in ländlich geprägten Regionen bietet sich Biomasse für das Heizen von Gebäuden an und trägt dazu bei, fossile Energieträger einzusparen, klimaschädliche Emissionen zu vermeiden und gleichzeitig regionale Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum auszubauen“, so Staatssekretärin Dr. Tappeser abschließend.

Hintergrund:

Die überarbeitete Richtlinie wurde am 4. Juni 2018 im Staatsanzeiger Nr. 23/2018 ab Seite 694 veröffentlicht.

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