Flughafen Frankfurt

Nachtflugverbot 2014

Weniger Tage mit Ausnahmegenehmigungen

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Flugzeug bei der Landung
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Das hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium hat im vergangenen Jahr an 26 Tagen Ausnahmegenehmigungen für verspätete Starts am Frankfurter Flughafen erteilt. Das sind deutlich weniger Ausnahmetage als in den Jahren zuvor. Im Jahr 2013 wurden an 34 Tagen Ausnahmen nach Ziffer 5 des Planfeststellungsbeschlusses erteilt. Im Jahr 2012 war dies noch an 71 Tagen der Fall. In diesen Fällen lag der Grund der Verspätung nicht im Einflussbereich der Flugverkehrsgesellschaft.

Hauptgründe für verspätete Starts waren Gewitter in den Anflugzonen und damit verbundene Steuerungsmaßnahmen der Flugsicherung (ATC) in deren Folge die Abstände zwischen den Flugzeugen erhöht werden, Enteisungsmaßnahmen aus Sicherheitsgründen und die zeitweise Sperrung der Startbahn West wegen zu starkem Rückendwind.

Unbegründete Anträge haben nachgelassen

Die Zahl der unbegründeten Anträge auf Ausnahmegenehmigungen hat zudem erneut nachgelassen. „Ein Hauptgrund hierfür dürfte sein, dass die Fluggesellschaften ihre mittleren letzten Abflugzeiten seit Einführung des Nachtflugverbots deutlich von der 23-Uhr-Grenze entfernt haben. Die Fluggesellschaften haben sich immer besser auf das Nachtflugverbot eingestellt“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Wiesbaden.

Während Ausnahmegenehmigungen an immer weniger Tagen ausgesprochen wurden, hat die Anzahl der vor allem wetterbedingten Verspätungsstarts im vergangenen Jahr etwas zugenommen. Insgesamt wurden 311 Einzelfallgenehmigungen erteilt. Das waren 29 mehr als im Jahr 2013, zugleich aber über 300 Ausnahmen weniger als im Jahr 2012. „Der Juli mit seinen ungewöhnlich vielen Gewittern hat uns buchstäblich die Bilanz verhagelt“, sagte der Minister. Auf den Juli entfiel fast jeder zweite Start (149 von 311). Diese 149 Starts konzentrierten sich auf neun Nächte.

Ein medizinischer Notfall

Flugbewegungen nach 0 Uhr sind grundsätzlich auf medizinische Hilfsflüge sowie meteorologische und technische Notfälle beschränkt. Eine Härtefallregelung, die in dieser Zeit Ausnahmen erlaubt, wurde nur noch einmal angewandt (in 2013: 13 mal). In dem Fall musste ein Flugzeug wegen eines medizinischen Notfalls am späten Abend zwischenlanden. Dem Flugzeug wurde daraufhin eine Ausnahmegenehmigung zur Weiterreise erteilt.

Der Minister forderte den Flughafenbetreiber Fraport und die Airlines auf, alle technischen und organisatorischen Mittel zu nutzen, um die Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf die Betriebsabläufe so gering wie möglich zu halten. „Die Flugpläne einzuhalten, liegt sowohl im Interesse der Anwohner wie auch der Passagiere.“

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