Renaturierung

Land Hessen fördert Renaturierung des Geilebachs mit 852.020 Euro

Staatssekretärin Dr. Tappeser überreicht Förderbescheid: „Der Geilebach in Kassel wird wieder Lebensraum für standorttypische Pflanzen und Fische.“

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Renaturierung eines Bachs
Renaturierung eines Bachs
© HMUKLV

„Die Landesregierung möchte den ökologischen Zustand der hessischen Gewässer verbessern. Ich freue mich, dass wir dem Oberbürgermeister der Stadt Kassel einen Förderbescheid zur Renaturierung des Geilebachs überreichen können“, sagte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser heute in Kassel. Der Förderbescheid über 852.020 Euro stammt aus dem hessischen Förderprogramm „Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz“. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 1.073.790 Euro.

Wieder in einen naturnahen Zustand versetzt

Der Geilebach wurde in der Vergangenheit strukturell stark verändert und wird mit Hilfe der Fördermittel am nordwestlichen Rand der Stadt Kassel wieder in einen naturnahen Zustand versetzt. Ganz konkret handelt es sich um die Bereiche „Am Stockweg“ und „Im Bauhof“. So wird ein Teil des Geilebachs an der Straße „Am Stockweg“ zur Südseite der Straße verlegt und erhält nicht nur mehr Raum, sondern auch einen Anschluss an die ursprüngliche Aue. „Der Geilebach darf sich bald wieder eigendynamisch durch die Landschaft schlängeln. Dadurch wird sich ein standorttypischer Lebensraum für Pflanzen und Tiere entwickeln“, betonte die Staatssekretärin.

„Von der Renaturierung des Geilebachs profitiert nicht nur die Gewässerökologie. Sie kommt einem besseren Hochwasserschutz zu Gute und schafft für die Bürgerinnen und Bürger einen innerstädtischen Rückzugsort. Mit der Renaturierung können demnach wertvolle Synergieeffekte erzielt werden“, fasste die Staatssekretärin abschließend zusammen. Die geplanten Maßnahmen seien zudem ein wichtiger Schritt, um den „guten ökologischen Zustand“, den die europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert, zu erreichen.

Hintergrund:

Der Geilebach entspringt im Nordostteil des Hohen Habichtswaldes und mündet nach 8,8 Kilometern in Kassel in die Ahna. Die Ahna entspringt als Ahne im Hohen Habichtswald und mündet nach 21 Kilometern in die Fulda.

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