Kunst

Kulturministerin besucht Hessisches Atelierprogramm in Frankfurt

Land hilft jungen Künstlerinnen und Künstlern zu bezahlbaren Ateliers.

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Malerien im Atelier
© Pexels/Andrea Piacquadio

Künstlerinnen und Künstler, die das neue Hessische Atelierprogramm HAP nutzen, hat Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn im Zuge ihrer Sommertour in Frankfurt besucht. Das in diesem Jahr geschaffene Programm vergibt im Programmbestandteil HAP Studio-Programm Frankfurt insgesamt zwölf Atelier-Stipendien. Alle zwei Jahre werden jeweils nach Abschluss der insgesamt vierjährig angelegten Stipendien Arbeiten der Stipendiatinnen und Stipendiaten in den Veranstaltungsräumen von basis e.V. in der Gutleutstraße in Frankfurt öffentlich gezeigt. Dort sind auch die Ateliers, in denen Ministerin Dorn jetzt den Künstler Dennis Siering traf, der unter anderem mit Mikroplastik von Europas Küsten arbeitet, Mark Schreiber, der mit Sound arbeitet, und die Foto-, Video- und Installationskünstlerin Franziska Wildt.

Kreative Köpfe sollen ihr Potenzial entfalten können

„Ein zentrales Ziel meiner Arbeit ist es, dass alle kreativen Köpfe in Hessen ihr Potenzial entfalten können, damit sie mit ihrer Kunst unsere Gesellschaft bereichern und inspirieren“, erklärte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn bei ihrem Besuch. „Dafür wollen wir als Land Hessen die Voraussetzungen verbessern. Hessens Hochschulen bilden viele gute Künstlerinnen und Künstler aus. Gerade für sie ist es nach dem Abschluss oft eine große Herausforderung, einen Raum für ihre kreative Arbeit zu finden. Da setzen wir an: Das Atelierförderprogramm gibt ihnen bezahlbaren Raum zum Arbeiten und damit eine Basis dafür, sich weiter zu bilden, zu vernetzen, zu professionalisieren und ihre Werke auch zu präsentieren. Ich freue mich sehr, dass dieses Programm einen so großen Anklang gefunden hat.“

Arbeits- und Ausbildungsbedingungen verbessern

Das Hessische Atelierprogramm HAP soll die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen für herausragende, in Hessen tätige Künstlerinnen und Künstler und Kreative verbessern. Es steht spartenunabhängig Absolventinnen und Absolventen in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Schauspiel und angrenzenden freien künstlerischen Disziplinen offen. Kooperationspartner ist der Verein basis e.V. in Frankfurt, der seit 2006 Atelierhäuser in Frankfurt betreibt. Diese Expertise kann der Verein nun hessenweit anwenden und auch Ateliers im ländlichen Raum unterstützen.

Arbeitsräume im ländlichen Raum

Neben dem HAP Studio-Programm in Frankfurt richtet sich der Programbestandteil HAP Hessenweit an Kreative, die außerhalb des Großraums Frankfurt leben und arbeiten. Vor allem im nördlichen und östlichen Hessen angesiedelte Künstlerinnen und Künstler, Kollektive und Ateliergemeinschaften können mit einem Zuschuss zu den Nutzungskosten von Arbeitsräumen gefördert werden. Dazu zählen Arbeitsräume im ländlichen Raum, aber auch in Städten wie Kassel, Gießen oder Fulda. HAP hessenweit fördert zunächst bis zu 30 Künstlerinnen und Künstler durch Zuschüsse zu den Nutzungskosten von Atelierräumen.

Mentoring vernetzt Kunstschaffende untereinander

Zusätzlich ermöglicht das HAP Austauschprogramm – International Exchange Program for Artists (IEPA) den Künstlerinnen und Künstlern, sich international zu vernetzen. Zweimal jährlich können sie sich um einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt im Ausland bewerben. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten Wohn- und Arbeitsräume bei wechselnden europäischen Partnerorganisationen, arbeiten vor Ort und präsentieren ihre Arbeiten. Begleitet wird das HAP-Atelierprogramm von einem Mentoring, das hessenweit alle ausgewählten Künstlerinnen und Künstler untereinander sowie mit „Seniors“ vernetzt – erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern, Theoretikerinnen und Theoretikern sowie Kuratorinnen und Kuratoren.

Auf ihrer Sommertour besucht Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn in diesen Wochen kleine und große Kulturprojekte in ganz Hessen, von jahrhundertealten Bauwerken über ehrenamtliche Vereine, Projekte zur Kulturvermittlung und freie Künstlerinnen und Künstler bis zu Musikfestivals.

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