Schutz und Hilfe

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Sozialminister Klose: „Wir müssen das Schweigen brechen und den Betroffenen Mut machen, Hilfe zu suchen.“

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© inkje-photocase.de

Gewalt gegen Frauen in unterschiedlichen Formen findet täglich und mitten unter uns statt. Etwa jede vierte Frau, die in Deutschland lebt, ist mindestens einmal Opfer von Gewalt geworden. Anlässlich des morgen stattfindenden Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen sagt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Ein erster Schritt gegen Gewalt an Frauen ist, das Schweigen zu brechen, hinzusehen und nachzufragen. Wir müssen den Betroffenen Mut machen, sich zu wehren und Hilfe zu suchen.“

Die Nachbarschaft im direkten Umfeld spiele in dieser Situation eine wichtige Rolle, so der Minister weiter, der auf die Aktion der Bundesregierung verweist, die den November unter das Motto „Unsere Nachbarschaft ist #StärkerAlsGewalt“ gestellt hat.

Vielfältige Hilfe bieten

In Hessen bieten 31 Frauenhäuser im akuten Notfall Zuflucht an. 62 Frauennotrufe, Beratungs- und Interventionsstellen sowie die Fachberatungseinrichtungen, die auf den Kinderschutz spezialisiert sind, stehen auch in Zeiten strengerer Kontaktbeschränkungen unvermindert zur Verfügung. „Frauen zu helfen, die Opfer von Gewalt geworden sind, ist der Hessischen Landesregierung ein wichtiges Anliegen,“ sagt der Minister. Die Landesregierung stellt eine eigene Übersicht der Beratungsstellen für Frauen sowie Männer- und Frauenhäuser in Hessen online bereit.

Darüber hinaus stehen in Hessen verlässliche Strukturen zur Verfügung, die die gerichtsfeste ärztliche Dokumentation von Gewaltfolgen, die vertrauliche Spurensicherung und eine gewaltsensible Gesundheitsversorgung sicherstellen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration finanziert außerdem vielfältige Modellprojekte für einen besseren Schutz von Frauen vor Gewalt und für die gesundheitliche Versorgung von Gewaltopfern.

Auch und vor allem in diesem Jahr mit seinen Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie sei es wichtig, so der Minister, die Bevölkerung für das Thema häusliche und sexuelle Gewalt zu sensibilisieren. „Wir alle müssen hinschauen und aktiv werden: Die Freundin, die Kollegin oder die Nachbarin können betroffen sein. Wenn Sie zweifeln: Sprechen Sie die betroffene Person an. Fragen Sie vorsichtig nach, ob alles in Ordnung ist. Im Ernstfall rufen Sie die Polizei. Ihr Anruf kann Leben retten“, appelliert Klose.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
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